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2. Schriftenreihe von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

Veröffentlichungen der 2. Schriftenreihe (Juni-Juli 2026) im Überblick

 

KW 23 (01.06.-07.06.)

·         Bedeutung von Bewegung und Sport für Kinder und Jugendliche

·         Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“

·         UNICEF-Studie zum Kindeswohl 2026

·         Auswirkungen eines regelmäßigen Lauftrainings

·         Warum Deutschland die Widerspruchsregelung bei der Organspende braucht

KW 24 (08.06.-14.06.)

·         Sonneneinfluss und Sonnenschutz, Luftverschmutzung und Ozon

·         Temperaturregulation und Hitzeerkrankungen bei Ausdauersportlern

·         Temperaturmanagement zur Vor- und Nachbereitung im Langstreckenlauf

·         Macht uns das Wetter krank?

KW 25 (15.06.-21.06.)

·         Muskelverletzungen und Muskelbeschwerden im Laufsport

·         Dehnen – neue wissenschaftlich fundierte Empfehlungen

·         Achillessehnenprobleme und Fersensporn

·         Entzündung der Fußsohlensehnenplatte (Plantarfasziitis) beim Läufer

KW 26 (22.06.-28.06.)

·         Schlafstörungen in Deutschland

·         Frühjahrsmüdigkeit: Mythos oder evidenzbasierte Realität?

·         Gesunder Schlaf – für Energie und Wohlbefinden

·         Rezeptfreie Schlafmittel - Datenlage und Empfehlungen

·         Rezeptpflichtige Schlafmittel - Datenlage und Empfehlungen

KW 27 (29.06.-05.07.)

·         Urlaub – Zeit zum Ausspannen und Erholen

·         Krankheitsvorsorge für den Urlaub

·         Legionellen: Keime aus dem Wasserhahn

KW 28 (06.07.-12.07.)

·         Prävention und Wirksame Medizin sind die Grundpfeiler für Gesundheit

·         Prävention durch körperliche Aktivität und Sport

·         Zunehmende Stressbelastung in der Bevölkerung

·         Forderungspapier „Prävention und Gesundheit“

KW 29 (13.07.-19.07.)

·         Tierisches oder pflanzliches Eiweiß, was ist gesünder?

·         Ketogene Ernährung und Karnivore Ernährung – Eine kritische Bewertung

·         Was ist eine gesunde Ernährung?

·         Vegetarische und vegane Ernährung: gesund – wenn gut geplant

KW 30 (20.07.-26.07.)

·         Bedeutung des Gehirns bei Ausdauerleistungen

·         Gesundheits-Apps: Bedeutung und Bewertung

·         Selbstfürsorge ist gesunder Egoismus in schwierigen Zeiten

·         Warum jammern wir Deutschen gerne?


 

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Hinweis: Die jüngsten Veröffentlichungen finden Sie zuerst.

 

Artikel 30, veröffentlicht am 22.07.2026.

 

Bedeutung des Gehirns bei Ausdauerleistungen: Warum häufig

zuerst der Kopf und erst danach der Körper aufgibt

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Der 22. Juli steht seit 2014 als World Brain Day (dt. Welttag des Gehirns) ganz im

Zeichen der Neurowissenschaften und Hirngesundheit. Der internationale Welttag

des Gehirns geht auf die Initiative der World Federation of Neurology (WFN) aus dem

Jahre 2013 zurück. Der 22. Juli ist als historische Referenz an das Gründungsdatum

der World Federation of Neurology im Jahre 1957 zu verstehen.

 

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Artikel 31, veröffentlicht am 22.07.2026.

 

Gesundheits-Apps: Bedeutung und Bewertung

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

KKH-Studie zu Depressionen: Kernergebnisse

Die KKH meldet einen deutlichen Anstieg wiederkehrender Depressionen: von 34

auf 51 ambulante Diagnosen je 1.000 Versicherte zwischen 2014 und 2024, also

knapp +50 %. Besonders stark ist der Anstieg bei 18- bis 20-Jährigen: von 15 auf 33

Fälle je 1.000, also +118 %. Hochgerechnet hatten 2024 rund 4,2 Mio. Menschen in

Deutschland eine diagnostizierte wiederkehrende Depression. Frauen waren etwa

doppelt so häufig betroffen wie Männer.

 

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Artikel 32, veröffentlicht am 22.07.2026.

 

Selbstfürsorge ist gesunder Egoismus in schwierigen Zeiten

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Durch die Nachrichten über Kriege, Krisen und Katastrophen fühlen sich viele

Menschen beeinträchtigt und überfordert. Zuversicht, stabile soziale Beziehungen

und Selbstfürsorge können unsere Resilienz stärken und helfen, die

Abwärtsspirale negativer Gedanken zu durchbrechen und handlungsfähig zu bleiben.

Ständig werden wir mit Nachrichten aus Printmedien, TV, Internet, Sozialen

Medien und E-Mails förmlich bombardiert. Diese Informationsflut auf ein

Minimum zu reduzieren, schafft höhere Lebensqualität, bessere

Konzentration, klareres Denken, reduziert Stress und bringt uns wertvolle

Zeit. Haben Sie den Mut zur digitalen Abstinenz, üben Sie Abschalten.

Wirklich wichtige Informationen werden Sie immer erfahren. Der Verzicht

auf Nachrichten fördert die Selbst- und mindert die Fremdbestimmung.

 

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Artikel 33, veröffentlicht am 22.07.2026.

 

Warum jammern wir Deutschen gerne?

  • Teil 1: Mythos / Beweis?

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Kurz gesagt: Es ist kein reiner Mythos, aber auch kein Beweis dafür, dass

Deutsche objektiv „mehr jammern“ als andere. Die Forschung zeigt eher, dass

Jammern in Deutschland kulturell anders bewertet und genutzt wird. Ich erkläre

das differenziert – mit dem, was Psychologie, Soziologie und Kulturforschung dazu

sagen.

 

  1. Gibt es wissenschaftliche Belege, dass Deutsche mehr jammern?

    Direkte Beweise im Sinne von „Deutsche jammern messbar am meisten“ gibt

    es nicht.

    Aber es gibt indirekte Befunde, die erklären, warum Jammern in Deutschland besonders auffällt:

 

Internationale Glücks- und Zufriedenheitsstudien

  • In Rankings wie dem World Happiness Report liegen Deutsche meist im

    oberen Mittelfeld. Objektiv geht es vielen Deutschen gut (Einkommen, Sicherheit

    Gesundheitsversorgung)

 

➡ Paradox: Trotz guter Lebensbedingungen wird viel geklagt

Das macht das Jammern sichtbarer – nicht zwingend häufiger.

 

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Artikel 26, veröffentlicht am 14.07.2026.

 

Tierisches oder pflanzliches Eiweiß, was ist gesünder? –

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Den 16. Juli feiern wir in Deutschland als bundesweiten Tag des guten Fleisches. Dieser

kuriose Feiertag im Zeichen eines bewussten Fleischverzehrs geht auf den Versandhändler

Otto Gourmet und das Jahr 2017 zurück.

Eine Studie der McMaster University (Hamilton – Kanada: Papanikolaou et al. 2025) liefert

neue Erkenntnisse über die Rolle von tierischem Eiweiß in einer gesunden Ernährung.

 

Wichtige Studienergebnisse

• Sie untersuchten, wie viel tierisches und pflanzliches Eiweiß die Teilnehmenden

typischerweise zu sich nahmen, und setzten diese Mengen in Beziehung zu

Sterblichkeit – gesamt, durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) und durch

Krebs.

  • Ergebnis: Kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Eiweiß

(tierisch oder pflanzlich) und einem erhöhten Sterberisiko (allgemein, Herz-

Kreislauf, Krebs) sowie mit IGF-1 Konzentrationen wurde gefunden.

  • Interessanterweise: Ein etwas geringerer Krebs-Sterblichkeitsrisiko für diejenigen

mit höherem Tier-Eiweißkonsum wurde beobachtet (also ein inverser

Zusammenhang) — also ein kleiner, aber statistisch signifikanter “Schutz”

gegenüber krebsbedingtem Tod.

  • Die Studie betont ausdrücklich: Beobachtungsstudien wie diese können kein

sicheres Ursache-Wirkungs-Verhältnis beweisen, sondern nur

Zusammenhänge. Ernährungsstudien stehen aufgrund uneinheitlicher

Essgewohnheiten oft vor Herausforderungen. Als Beobachtungsstudie kann diese

Forschung keine Kausalität herstellen, sondern identifiziert signifikante Muster in

großen Populationen.

  • Der leitende Forscher Yanni Papanikolaou betonte, dass sowohl tierische als auch

pflanzliche Proteine zur Gesundheit und Langlebigkeit beitragen. Die Ergebnisse

beweisen nicht, dass Tier-Eiweiß „besser“ ist, sondern lediglich, dass in ihrem

Datenset keine schädlichen Assoziationen gefunden wurden.

 

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Artikel 27, veröffentlicht am 14.07.2026.

 

Ketogene Ernährung und Karnivore Ernährung – Eine

kritische Bewertung

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Ketogene Ernährung

Eine Ernährung mit viel Fett und Eiweiß aber kaum Kohlenhydraten

(ketogene Ernährung) wird bei Krebspatienten, Auto-

immunerkrankung, Migräne, neurodegenerativen Erkrankungen,

schweren psychischen Erkrankungen, Diabetes mellitus, gestörtem

Glukosemetabolismus, Epilepsie und zur Gewichtsreduktion

empfohlen. Auch unter Ausdauersportlern wird sie teilweise

eingesetzt. Eine ketogene Ernährung besteht zu 60 bis 85 Prozent aus

Fett, 10–30 Prozent Eiweiß und maximal 20–50 g (< 10 Prozent)

Kohlenhydraten überwiegend in Form von Gemüse. Das Verhältnis

von Fett zu Eiweiß plus Kohlenhydraten beträgt 4:1 oder 3:1. Die

ketogene Ernährung ist also streng kohlenhydratreduziert. Dem

gegenüber spricht man bei einer Zufuhr von 50–150 g Kohlenhydraten

von einer kohlenhydratreduzierten oder Low-Carb Ernährung.

 

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Artikel 28, veröffentlicht am 14.07.2026.

 

Was ist eine gesunde Ernährung?

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

„Gesunde Ernährung“ ist weniger ein einzelner Speiseplan als ein Muster: über

Wochen und Monate hinweg liefert die Ernährung ausreichend Energie und Nährstoffe,

unterstützt ein gesundes Körpergewicht und senkt langfristig das Risiko für

nichtübertragbare Krankheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes).

Der Forschungsstand aus großen systematischen Reviews, Meta-Analysen und

Umbrella Reviews zeigt dabei sehr konsistent: Entscheidend ist vor allem die

Qualität der Lebensmittel (Vollkorn statt raffiniert, unverarbeitet statt ultraverarbeitet)

und die Gesamtzusammensetzung (viel Pflanzliches, günstige Fette, wenig

Zuckergetränke und verarbeitetes Fleisch).

 

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Artikel 29, veröffentlicht am 14.07.2026.

 

Vegetarische und vegane Ernährung: gesund – wenn gut geplant

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Vegetarische (mit Milch/Ei, teils Fisch) und vegane Ernährung (ohne alle Tierprodukte)

können sehr gesund sein – aber der gesundheitliche Effekt hängt stark davon ab, wie

pflanzenbasiert gegessen wird: Vollwertig (Hülsenfrüchte, Vollkorn, Gemüse, Nüsse)

wirkt anders als „pflanzlich“ mit viel Zucker, Weißmehl und ultraverarbeiteten

Ersatzprodukten. Große Übersichtsarbeiten zeigen insgesamt günstige

Zusammenhänge pflanzenbasierter Muster mit kardiovaskulären Risiken und teils

auch mit Sterblichkeit, während „ungesunde“ plant-based Muster Nachteile haben

können.

 

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Artikel 22, veröffentlicht am 08.07.2026.

 

Prävention und wirksame Medizin sind die Grundpfeiler für Gesundheit

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Deutschland gehört in Westeuropa zu den Schlusslichtern bei der

Lebenserwartung und verliert weiter den Anschluss. Betrug der Rückstand

Deutschlands auf die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt zum restlichen

Westeuropa im Jahr 2000 rund 0,7 Jahre, hat sich der Abstand bis 2022 auf 1,7 Jahre

vergrößert. Internationale Vergleiche weisen auf einen Aufholbedarf bei der

Prävention und der Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

Ähnliches gilt auch für die Bereiche Tabak- und Alkoholprävention sowie gesunde

Ernährung. Auch die Krankheitslast, die auf unzureichende körperliche Aktivität

zurückzuführen ist, treibt die Kosten für Gesundheitssystem und Gesellschaft in die

Höhe. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein gesunder Lebensstil die

Auswirkungen von lebensverkürzenden Genen um mehr als 60% ausgleichen kann.

Demgegenüber ist eine ungesunde Lebensweise mit 78% erhöhtem Sterberisiko

verbunden, unabhängig von der genetischen Ausstattung. Für einen gesunden

Lebensstil scheinen vor allem wichtig zu sein: nicht rauchen, regelmäßige

körperliche Aktivität, ausreichender nächtlicher Schlaf und gesunde Ernährung.

 

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Artikel 23, veröffentlicht am 08.07.2026.

 

Prävention durch körperliche Aktivität und Sport

Teil 1: Die Studienlage

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Hier sind wichtige systematische Reviews und Meta-Analysen zum Thema „Prävention

durch körperliche Aktivität und Sport“

– speziell zu gesundheitlichen Effekten,

Krankheitsprävention und gesundheitsbezogenen Outcomes:

Der Fokus liegt auf Primär- und Sekundärprävention durch körperliche Aktivität und

Sport.

 

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Artikel 24, veröffentlicht am 08.07.2026.

 

Zunehmende Stressbelastung in der Bevölkerung

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

In den vergangenen Jahren hat sich der subjektiv empfundene Stresslevel der Bevölkerung

signifikant erhöht.

Hier ist eine kritische Zusammenfassung und Bewertung des TK-Stressreport 2025, der

nach 2013, 2019 und 2021 zum vierten Mal erhoben wurde — mit einer Einschätzung seiner

Stärken sowie seiner methodischen und interpretativen Schwächen und offenen Fragen.

 

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Artikel 25, veröffentlicht am 08.07.2026.

 

Forderungspapier „Prävention und Gesundheit“

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Eine Partner-Allianz aus Medizin & Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft und

Wirtschaft hat eine politische Handlungsaufforderung herausgegeben.

Zusammenfassung des Papiers „Prävention & Gesundheit“

Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten weltweit – mit den höchsten Pro-

Kopf-Ausgaben in der EU. Doch gemessen daran ist unsere Lebenserwartung ernüchternd

niedrig. Hauptverursacher der Krankheitslast sind seit Jahren bekannt – und vermeidbar:

Rauchen, schlechte Ernährung, Alkoholkonsum, Luftverschmutzung und Bewegungsmangel

machen den Großteil der vorzeitigen Sterblichkeit aus.

Gefordert wird ein politischer Paradigmenwechsel: Starke Prävention als integraler

Bestandteil eines nachhaltigen Gesundheitssystems. Deutschland darf nicht länger

Schlusslicht bei der Umsetzung international empfohlener Maßnahmen sein.

 

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Artikel 14, veröffentlicht am 23.06.2026.

 

Schlafstörungen in Deutschland: Prävalenz, Ätiologie und

Diagnostik unter besonderer Berücksichtigung moderner

schlafmedizinischer Verfahren

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Schlafstörungen stellen in Deutschland ein zunehmend relevantes

Gesundheitsproblem dar. Epidemiologische Studien zeigen, dass etwa 30 % der

Bevölkerung unter Ein- oder Durchschlafstörungen leiden, während klinisch relevante

Insomnien bei etwa 6–10 % auftreten (Riemann et al., 2022). Frauen sind häufiger

betroffen als Männer, und auch bei Kindern und Jugendlichen lassen sich relevante

Prävalenzen nachweisen (Blume et al., 2023). Die Ätiologie ist multifaktoriell und

umfasst biologische, psychische sowie soziale Faktoren. Die schlafmedizinische

Diagnostik basiert auf einer gestuften Herangehensweise, wobei die

Polysomnographie (PSG) als Goldstandard gilt. Moderne Entwicklungen ermöglichen

zunehmend ambulante Diagnostikverfahren, etwa durch Heim-Polygrafie oder

digitale Technologien. Trotz dieser Fortschritte bleibt die PSG unverzichtbar für

komplexe Fragestellungen.

 

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Artikel 15, veröffentlicht am 23.06.2026.

 

Frühjahrsmüdigkeit: Mythos oder evidenzbasierte Realität?

Saisonale Effekte, circadiane Mechanismen und die Rolle der

Zeitumstellung

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit beschreibt ein weit verbreitetes subjektives

Phänomen erhöhter Müdigkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit im Frühjahr. Trotz

ihrer hohen Bekanntheit ist unklar, ob es sich um ein biologisch fundiertes Syndrom

handelt. Ziel dieses Artikels ist es, die aktuelle Evidenz zu saisonalen Schwankungen

von Müdigkeit sowie den Einfluss circadianer Prozesse und der Zeitumstellung

systematisch zu analysieren. Aktuelle longitudinale Studien zeigen keine

signifikanten saisonalen Unterschiede in Fatigue, Schlafqualität oder

Tagesschläfrigkeit, was gegen die Existenz eines eigenständigen Syndroms spricht

(Blume & Vorster, 2026). Gleichzeitig existieren gut belegte saisonale Veränderungen

im circadianen System, die jedoch nicht konsistent mit erhöhter Müdigkeit assoziiert

sind (Zhang et al., 2023). Demgegenüber ist die Zeitumstellung ein klar

evidenzbasierter Faktor für Schlafstörungen und circadiane Dysregulation

(Roenneberg et al., 2019). Insgesamt deutet die Evidenz darauf hin, dass

Frühjahrsmüdigkeit eher ein kulturell geprägtes Wahrnehmungsphänomen als eine

biologisch determinierte Störung darstellt.

 

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Artikel 16, veröffentlicht am 23.06.2026.

 

Gesunder Schlaf – für Energie und Wohlbefinden

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Gesunder Schlaf ist eine Voraussetzung für Gesundheit,

Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Regeneration. Nach dem DAK-

Gesundheitsreport 2017 („Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes

Problem“) berichten 80 Prozent der Erwachsenen von Schlafproblemen. Seit

2010 stieg damit der Anteil von Ein- und Durchschlafstörungen um 66 Prozent.

Jeder zehnte Arbeitnehmer leidet unter einer schweren Schlafstörung

(Insomnie), ein Anstieg im gleichen Zeitraum von 60 Prozent. Im

internationalen Vergleich schlafen die Deutschen besonders schlecht.

Verdauung und Herz-Kreislauf-System benötigen in der Nacht eine

Ruhephase ebenso wie unser Gehirn, das im Schlaf Lernvorgänge wiederholt.

Außerdem wird das Immunsystem gestärkt.

 

Ein gestörter Schlaf führt zu:

• Leistungsminderung,

• Erschöpfungszuständen,

• Unfällen sowie

• körperlichen und psychischen Erkrankungen.

 

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Artikel 17, veröffentlicht am 23.06.2026.

 

Rezeptfreie Schlafmittel - Datenlage und Empfehlungen

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die kurze Quintessenz: Für chronische Insomnie sind nicht verschreibungspflichtige

Schlafmittel insgesamt nur schwach belegt und werden in Leitlinien meist nicht als Standardtherapie empfohlen. Die beste Evidenz hat CBT-I (kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie), auch digital; sie gilt in aktuellen europäischen und US-amerikanischen Leitlinien als erste Wahl. Medikamente oder Supplemente kommen eher infrage, wenn CBT- I nicht verfügbar ist, nicht ausreicht oder vorübergehend ergänzt werden soll.

 

Im Folgenden wird eine vertiefte, evidenzbasierte Übersicht zu rezeptfreien

Schlafmitteln gegeben, mit Fokus auf:

 

• Wirkmechanismus

• klinische Studienlage (RCTs, Metaanalysen)

• Effektgrößen / relevante Outcomes

• Sicherheit

• Leitlinienbewertung

 

 

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Artikel 18, veröffentlicht am 23.06.2026.

 

Rezeptpflichtige Schlafmittel – Datenlage und Empfehlungen

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die belastbarste Aussage vorweg: Bei chronischer Insomnie (Schlafstörung) sind

verschreibungspflichtige Schlafmittel nicht die Erstlinientherapie. Erstwahl ist CBT-I

(kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie); Medikamente kommen vor allem infrage,

wenn CBT-I nicht verfügbar ist, nicht ausreicht oder vorübergehend ergänzend eingesetzt

wird. Das wird sowohl in der europäischen Leitlinie 2023 als auch in der VA/DoD-Leitlinie

2025 (USA) klar so empfohlen.

Wie gut ist die Datenlage?

Für Schlafmittel gibt es durchaus randomisierte Studien und mehrere große Netzwerk-

Metaanalysen. Die Evidenz ist für die Kurzzeitbehandlung am besten, deutlich schwächer

für die Langzeitbehandlung. In der Lancet-Metaanalyse 2022 wurden 170 Studien mit

47.950 Teilnehmenden ausgewertet; für die Netzwerk-Metaanalyse blieben 154 doppelblinde

RCTs mit 44.089 Personen. Dabei waren mehrere Substanzen in der Akutbehandlung

wirksamer als Placebo, aber Nutzen und Nebenwirkungen variierten deutlich. Für die

Langzeittherapie war die Evidenz insgesamt viel dünner.

 

 

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Artikel 6, veröffentlicht am 10.06.2026.

 

Sonneneinfluss und Sonnenschutz, Luftverschmutzung und Ozon –

Bedeutung und Verhaltensmaßnahmen für Ausdauersportler

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Ausdauersportler sind aufgrund ihrer hohen Atemminutenvolumina, langen

Aufenthaltsdauer im Freien und häufigen Exposition gegenüber Umweltfaktoren

besonders anfällig für die Auswirkungen von Sonneneinstrahlung, ultravioletter

Strahlung (UV-Strahlung), Luftverschmutzung und bodennahem Ozon. Während

regelmäßige körperliche Aktivität mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen

verbunden ist, können Umweltbelastungen die Leistungsfähigkeit, Regeneration und

langfristige Gesundheit negativ beeinflussen. Besonders UV-Strahlung erhöht das

Risiko für Hautkrebs, photoinduzierte Hautalterung und okuläre Schäden.

Gleichzeitig kann intensive Sonnenexposition kurzfristig zur thermischen Belastung

und Dehydrierung beitragen. Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM2.5, PM10),

Stickstoffdioxid (NO2) und bodennahes Ozon (O3) beeinflussen die Atemwege, das

Herz-Kreislauf-System sowie entzündliche und oxidative Prozesse. Ausdauersportler

inhalieren durch erhöhte Ventilation deutlich größere Mengen an Schadstoffen als

ruhende Personen. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Luftverschmutzung

und reduzierter Ausdauerleistung, erhöhter subjektiver Belastung sowie

respiratorischen Beschwerden. Der vorliegende Artikel diskutiert die physiologischen

Grundlagen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praxisrelevante

Verhaltensmaßnahmen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken. Hierzu gehören

die Anpassung von Trainingszeiten, Nutzung von UV- und Luftqualitätsindizes,

geeigneter Sonnenschutz, Trainingssteuerung sowie organisatorische Maßnahmen

im Leistungs- und Breitensport. Ziel ist es, evidenzbasierte Empfehlungen für

Ausdauersportler, Trainer und sportmedizinisches Fachpersonal bereitzustellen.

 

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Artikel 7, veröffentlicht am 10.06.2026.

 

Temperaturregulation und Hitzeerkrankungen bei

Ausdauersportlern 

Risikofaktoren, Frühwarnsymptome, Therapie und Prävention

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die Thermoregulation ist eine zentrale Voraussetzung für die Gesundheit und

Leistungsfähigkeit von Ausdauersportlern. Bei langandauernder körperlicher

Belastung steigt die metabolische Wärmeproduktion stark an, während hohe

Umgebungstemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung die

Wärmeabgabe erschweren. Daraus können hitzebedingte Erkrankungen entstehen,

deren klinisches Spektrum von Hitzeohnmacht und Sonnenstich über

Hitzeerschöpfung bis zum lebensbedrohlichen exertionalen Hitzschlag reicht.

Aktuelle Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zeigen, dass insbesondere fehlende

Hitzeakklimatisation, Dehydratation, hohe Belastungsintensität, inadäquate

Wettkampfplanung, unzureichende Kühlmöglichkeiten sowie individuelle Faktoren

wie Infekte, Schlafmangel, Vorerkrankungen und bestimmte Medikamente das Risiko

erhöhen (Armstrong et al., 2024; Périard et al., 2021; Racinais et al., 2022).

Frühwarnsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit, Leistungseinbruch,

ungewöhnliche Erschöpfung und Koordinationsstörungen müssen ernst genommen

werden. Neurologische Auffälligkeiten wie Verwirrtheit, Desorientierung oder

Bewusstseinsstörungen sprechen für einen Hitzschlag und erfordern sofortige

notfallmedizinische Behandlung. Die wichtigste therapeutische Maßnahme beim

exertionalen Hitzschlag ist die rasche Ganzkörperkühlung, bevorzugt durch

Kaltwasserimmersion, nach dem Prinzip „cool first, transport second“ (Douma et al.,

2020; Filep et al., 2020). Präventiv sind Hitzeakklimatisation, individuelles

Hydrationsmanagement, Cooling-Strategien, Wettkampfanpassungen und

strukturierte Notfallpläne entscheidend. Für Ausdauersportler gewinnt das Thema

angesichts steigender globaler Temperaturen weiter an Bedeutung.

 

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Artikel 8, veröffentlicht am 10.06.2026.

 

Temperaturmanagement zur Vor- und Nachbereitung im Langstreckenlauf: Evidenzbasierte Strategien für Aufwärmen,

Vorkühlung und Cool-down

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Das Temperaturmanagement im Langstreckenlauf stellt einen zentralen

leistungsphysiologischen und präventivmedizinischen Faktor dar. Insbesondere bei

extremen Umgebungsbedingungen beeinflussen thermoregulatorische Maßnahmen

die Ausdauerleistungsfähigkeit, die metabolische Effizienz, die kardiovaskuläre

Belastung sowie das Risiko hitze- oder kältebedingter Komplikationen. Ziel dieses

Artikels ist die systematische Darstellung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse

zu Aufwärmstrategien, Vorkühlung (Precooling), Kühlung während der Belastung

(Percooling) sowie Cool-down-Maßnahmen im Langstreckenlauf. Darüber hinaus

werden evidenzbasierte Empfehlungen in Abhängigkeit von unterschiedlichen

Umgebungstemperaturen formuliert.

Aktuelle Reviews und Metaanalysen zeigen, dass strukturierte Warm-up-Protokolle

insbesondere bei kalten Temperaturen die Muskeltemperatur, die neuromuskuläre

Aktivierung und die Laufökonomie verbessern. Unter heißen Bedingungen hingegen

kann ein zu intensives Aufwärmen die thermische Belastung erhöhen und die

Leistungsfähigkeit reduzieren. Precooling-Strategien wie Eiswesten, kalte Getränke

oder Eis-Slush-Getränke verbessern nachweislich die Ausdauerleistung in warmen

und heißen Umgebungen, indem sie die Kernkörpertemperatur senken und die

Wärmeaufnahme verzögern. Während der Belastung zeigen insbesondere interne

Kühlungsmaßnahmen positive Effekte auf die thermische Wahrnehmung und die

Leistungsfähigkeit. Nach Belastungsende unterstützen aktive und passive Cool-

down-Maßnahmen die Wiederherstellung der Homöostase und reduzieren subjektive

Belastungsempfindungen.

Die Evidenz deutet darauf hin, dass thermoregulatorische Strategien individuell an

Umweltbedingungen, Wettkampfdauer, Trainingszustand und Akklimatisierung

angepasst werden müssen. Für Temperaturen unter 10 °C stehen progressive

Aufwärmmaßnahmen im Vordergrund, während bei Temperaturen über 25 °C

Precooling und Wärmereduktionsstrategien essenziell werden. Die Kombination aus

moderatem Warm-up, Flüssigkeitsmanagement und gezielter Kühlung stellt derzeit

den effektivsten Ansatz dar.

 

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Artikel 1, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

Bedeutung von Bewegung und Sport für Kinder und Jugendliche:

Eine systematische Betrachtung unter besonderer

Berücksichtigung Deutschlands im internationalen Vergleich

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Hinweis: Der 1. Juni steht ganz im Zeichen der Kinder. Denn weltweit begeht man

dieses Datum auch als den „Internationalen Kindertag“. Ziel dieses Aktionstages ist

es, auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Dabei ist die inhaltliche

Gestaltung des Kindertages international sehr verschieden und reicht von

Kinderfesten bis zu politischen Aktionen. Allen gemeinsam ist aber die Schaffung

eines öffentlichen Bewusstseins und die Durchsetzung von Kinderrechten.

 

Körperliche Aktivität und Sport sind zentrale Determinanten der körperlichen,

psychischen und kognitiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ziel dieses

Artikels ist es, die Bedeutung von Bewegung evidenzbasiert darzustellen und die

aktuelle Situation in Deutschland im internationalen Kontext einzuordnen. Aktuelle

Reviews und Metaanalysen zeigen konsistent positive Effekte auf Gesundheit,

Wohlbefinden und schulische Leistungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein

Großteil der Jugendlichen weltweit und auch in Deutschland die Empfehlungen der

WHO nicht erfüllt. Deutschland weist im internationalen Vergleich ein mittleres bis

niedriges Aktivitätsniveau auf, trotz relativ guter struktureller Rahmenbedingungen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen zur

Bewegungsförderung.

 

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Artikel 2, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

 

Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ untersucht die Einstellungen,

Sorgen und Zukunftserwartungen junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren.

Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 2.000

Personen und wurde Anfang 2026 durchgeführt. Ziel der Studie ist es,

gesellschaftliche Trends innerhalb der jungen Generation sichtbar zu machen und

Hinweise für Politik, Bildung und Wirtschaft zu geben.

Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Die Jugend gilt als leistungsbereit und

engagiert, gleichzeitig aber als verunsichert, pessimistisch und zunehmend kritisch

gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen.

 

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Artikel 3, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

Auswirkungen eines regelmäßigen Lauftrainings

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Hinweis: Der erste Mittwoch im Juni (3. Juni 2026) steht seit 2016 weltweit für

den Global Running Day (dt. Welttag des Laufens). Die Initiative für diesen, im

wahrsten Sinne des Wortes, Aktionstag geht auf über 100 verschiedene

internationale Lauforganisationen im Jahre 2016 zurück. Wobei in diesem

Zusammenhang anzumerken ist, dass die Wurzeln dieses Lauftages tatsächlich noch

weiter zurückreichen. Denn die internationale Initiative geht ursprünglich auf den US-

amerikanischen National Running Day zurück, den man in den Vereinigten Staaten

seit 2009 begeht.

 

Unsere frühen Vorfahren mussten als Jäger und Sammler täglich laufen, um an

Nahrung zu gelangen. So hat uns die Evolution mit dem Körper und der Physiologie

eines Lauftiers ausgestattet. Laufen ist grundsätzlich leicht und die natürliche

Fortbewegung des Menschen. Unsere heutige Zeit jedoch ist gekennzeichnet von

Bewegungsmangel und dessen Folgeerkrankungen. 

 

 

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Artikel 9, veröffentlicht am 10.06.2026.

 

Macht uns das Wetter krank?

 

Einflüsse des Wetters auf Gesundheit und Wohlbefinden unter besonderer

Berücksichtigung von Geschlechtsdifferenzen und Wetterfühligkeit

 

Wetter und klimatische Bedingungen beeinflussen die menschliche Gesundheit auf

vielfältige Weise. Ziel dieses Artikels ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den

Auswirkungen von Wetter auf physische und psychische Gesundheit

zusammenzufassen, insbesondere unter Berücksichtigung von

Geschlechtsdifferenzen und dem Konzept der Wetterfühligkeit. Aktuelle

systematische Reviews und Metaanalysen zeigen konsistent, dass extreme

Temperaturen, insbesondere Hitze, mit erhöhter Mortalität, kardiovaskulären

Erkrankungen und psychischen Belastungen assoziiert sind (Bunker et al., 2019;

Vicedo-Cabrera et al., 2021). Darüber hinaus bestehen Hinweise auf

geschlechtsspezifische Unterschiede in der Vulnerabilität gegenüber klimatischen

Belastungen, die sowohl biologische als auch soziale Ursachen haben (Nolting et al.,

2025; Zavala et al., 2024). Das Konzept der Wetterfühligkeit ist empirisch nur

teilweise belegt, jedoch lassen sich plausible physiologische und psychologische

Mechanismen identifizieren. Insgesamt zeigt sich, dass Wetter nicht direkt krank

macht, jedoch als relevanter Umweltfaktor wirkt, der gesundheitliche Prozesse

moduliert und bestehende Risiken verstärken kann.

 

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Artikel 4, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

UNICEF-Studie zum Kindeswohl 2026

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

 

Die UNICEF-„Report Card 20“ ist inhaltlich eine Fortschreibung der 2025 veröffentlichten „Report Card 19“. Dadurch lassen sich Trends und Veränderungen gut vergleichen. Deutschland bleibt insgesamt im unteren Mittelfeld – trotz hoher Wirtschaftsleistung. Die Studie wird dabei noch deutlicher in ihrer Kritik an sozialer Ungleichheit.

 

Gesamtbewertung Deutschlands 2026

 

  • Gesamtrang: Deutschland liegt 2026 auf Platz 25 von 37 wohlhabendenOECD-/EU-Staaten. Spitzenreiter sind die Niederlande, Dänemark und Frankreich.

  • Länder mit geringerer Wirtschaftskraft schneiden teils besser ab, etwa Rumänien, Ungarn oder die Slowakei.

  • Damit praktisch keine Verbesserung gegenüber 2025

  • Deutschland bleibt laut UNICEF „weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“.

 

  • Gesamtrang: Deutschland liegt 2026 auf Platz 25 von 37 wohlhabendenOECD-/EU-Staaten. Spitzenreiter sind die Niederlande, Dänemark und Frankreich.

  • Länder mit geringerer Wirtschaftskraft schneiden teils besser ab, etwa Rumänien, Ungarn oder die Slowakei.

  • Damit praktisch keine Verbesserung gegenüber 2025

  • Deutschland bleibt laut UNICEF „weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“.

 

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Artikel 4a, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Der aktuelle Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks steht unter dem

Schwerpunkt „Chancengerechte Bildung“ und zeigt einen deutlichen

gesellschaftlichen Reformdruck im deutschen Bildungs- und Sozialsystem. Im

Mittelpunkt stehen Bildungsungleichheit, Kinderarmut und die Frage, wie gleiche

Chancen für Kinder unabhängig von Herkunft und Einkommen verbessert werden

können.

 

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Artikel 5, veröffentlicht am 30.05.2026.

 

Warum Deutschland die Widerspruchsregelung bei der Organspende braucht

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Seit 1983 begehen wir in Deutschland den ersten Samstag im Juni als

bundesweiten Tag der Organspende (häufig auch: Tag der Organspender). 2026 ist

dies der 6. Juni. Initiiert von Selbsthilfeverbänden, Patientenverbänden zum Thema

Transplantation und Stiftungen möchte dieser Aktionstag das Thema Organspende

ins öffentliche Bewusstsein rücken.

In Deutschland warten tausende schwer kranke Menschen auf ein lebensrettendes

Organ. Für viele von ihnen entscheidet die Verfügbarkeit eines Spenderorgans über

Leben und Tod. Dennoch gehört Deutschland seit Jahren zu den Ländern mit einer

vergleichsweise niedrigen Organspenderrate. Täglich sterben Menschen, weil kein

passendes Organ rechtzeitig gefunden wird. Diese Situation ist nicht nur medizinisch,

sondern auch gesellschaftlich nicht hinnehmbar. Um das Problem wirksam zu lösen,

muss die Organspende-Bereitschaft erhöht werden. Ein entscheidender Schritt dafür

ist die Einführung der sogenannten Widerspruchsregelung.

 

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