Unser Thema: Faszination Leichtathletik im Nachwuchsbereich

Unter dem Menüpunkt wurden „Gesundheit – Medizin – Sportwissenschaft“ neu eingefügt. Hintergrund ist es mehr oder weniger wissenschaftlich fundierte Beiträge zu veröffentlichen, die den Leistungssport in einen größeren gesundheitlichen, psychologischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellen. Aktuelle Artikel wie „Gesellschaftliche Bedeutung und Faszination des Sports“, „World Happiness Report 2026“ oder die Ergebnisse des „Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung“ sollen dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu verstehen, unter denen sich junge Sportlerinnen und Sportler heute entwickeln. Für den wissenschaftlichen Bereich, konnte Vorsitzender Michael Lederer Herrn Dr. Dr. med. Lutz Aderhold gewinnen.
Schon jetzt gilt der Dank allen, die Ihr Wissen zur Verfügung stellen, um so eine weitere Möglichkeit der Wissensbeschaffung zu schaffen, von Hessen in die weite Sportwelt zu gelangen.
Foto: ©kjpeters.sports - Klaus Peters -
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Wissenschaftliche Beratung
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold / Kelkheim
Reputation:
Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Zahnarzt-Oralchirurgie
Langstreckenläufer
Inhaber zahlreicher internationaler und nationaler Titel und Rekorde
HLV-Preis im Jahr 2000
Fachbuchautor, zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel zu Gesundheit, Medizin, Sportwissenschaft, Gesellschaft, Politik und Philosophie
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2. Serie unserer wissenschaftlichen Schriften von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold. Die 1. Serie finden Sie unter dem Menüpunkt "Sportwissenschaft"
Artikel 10, veröffentlicht am 15.06.2026.
Muskelverletzungen und Muskelbeschwerden im Laufsport:
Ätiologie, Prävalenz, Symptomatik, Diagnostik, Therapie und
Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Muskelbeschwerden und Muskelverletzungen gehören zu den zentralen
medizinischen Problemen im Laufsport. Sie reichen von häufigen, meist
selbstlimitierenden Beschwerden wie Muskelkater über belastungsassoziierte
Muskelkrämpfe und Muskelschwäche bis hin zu strukturellen
Muskelverletzungen, dem chronischen Belastungskompartmentsyndrom und
der belastungsinduzierten Rhabdomyolyse. Ziel dieses wissenschaftlichen
Artikels ist es, Ätiologie, Prävalenz, Symptomatik, Diagnostik, Therapie und
Prävention dieser Krankheitsbilder unter besonderer Berücksichtigung
aktueller Übersichtsarbeiten, systematischer Reviews und Metaanalysen ab
2018 darzustellen. Die Literatur zeigt, dass laufassoziierte Beschwerden
überwiegend multifaktoriell entstehen. Trainingsfehler, abrupte
Belastungssteigerungen, exzentrische Muskelarbeit, neuromuskuläre
Ermüdung, unzureichende Regeneration, Hitze, Dehydratation und
individuelle Risikofaktoren wirken dabei zusammen (Kakouris et al., 2021;
Nielsen et al., 2020; Owens et al., 2019). Während Muskelkater vor allem
Ausdruck belastungsinduzierter Mikrotraumata ist, werden Muskelkrämpfe
heute weniger monokausal durch Elektrolytverluste erklärt, sondern
zunehmend als Folge neuromuskulärer Ermüdung verstanden (McCubbin et
al., 2019; Miller et al., 2022). Strukturelle Muskelverletzungen erfordern eine
genaue klinische und bildgebende Diagnostik sowie eine stufenweise
Rehabilitation. Das chronische Belastungskompartmentsyndrom stellt eine
wichtige Differenzialdiagnose belastungsabhängiger
Unterschenkelschmerzen bei Läuferinnen und Läufern dar (Buerba et al.,
2019; Vogels et al., 2020, 2022). Die Rhabdomyolyse ist selten, aber
potenziell lebensbedrohlich und verlangt eine rasche laborchemische
Diagnostik und medizinische Überwachung (Bäcker et al., 2023; Lecina et
al., 2024). Präventiv sind eine individualisierte Trainingssteuerung,
progressive Belastungssteigerung, Kraft- und neuromuskuläres Training,
ausreichende Regeneration, Hitzeanpassung und eine frühe
Warnzeichenerkennung entscheidend.
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Artikel 11, veröffentlicht am 17.06.2026.
Dehnen – neue wissenschaftlich fundierte Empfehlungen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Seit Jahren wir das Thema „Dehnen“ kontrovers diskutiert. Vor oder nach dem Sport?
Wie lang? Statisch oder dynamisch? Kann Dehnen einem Muskelkater vorbeugen,
Schmerzen reduzieren und das Risiko für Verletzungen minimieren?
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Jan Wilke von der
Universität Bayreuth hat konkrete Empfehlungen zum Thema Dehnen für die Praxis
verfasst (Warneke et al. 2025).
Dehnen erzielt nicht in allen Fällen die Effekte, die ihm zugeschrieben werden.
So kann es etwa Fehlhaltungen nicht beseitigen und hat auch in der
Verletzungsprävention nur einen geringen Wert. Oft gibt es wissenschaftlich belegte
Alternativen, die genauso gut oder besser als das Dehnen funktionieren.
Beispielsweise führt auch Krafttraining zu einer Steigerung der Beweglichkeit, wenn
es über den vollen Bewegungsspielraum ausgeführt wird. Was fehlt, sind klare
Empfehlungen für die Praxis, denn Dehnen ist eine leicht anwendbare, immer
verfügbare und kostenlose Form des Trainings.
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Artikel 12, veröffentlicht am 17.06.2026.
Achillessehnenprobleme und Fersensporn
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie ist die stärkste
Sehne des menschlichen Körpers. Sie besteht zu 95 % aus Typ-1-Kollagen, das kräftiger und
flexibler ist als das restliche Typ-3-Kollagen. In ihrem Verlauf vollzieht die Sehne eine 90-Grad-
Rotation und kann dadurch wie eine Feder wirken, indem sie Kraft speichern und wieder
abgeben kann. Bei der Heilung einer Verletzung wird zunächst das schwächere und
unflexiblere Typ-3-Kollagen gebildet. Die Spannkraft und Federwirkung der Sehne ist damit
zunächst reduziert. Die Achillessehne hat keine typische Sehnenscheide, sondern wird von
einem Gleitlager und einer Umhüllung (peritendinöses Gewebe) umgeben. Diese Hülle ist
reich an Blutgefäßen und dient der Ernährung der Sehne.
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Artikel 13, veröffentlicht am 17.06.2026.
Entzündung der Fußsohlensehnenplatte (Plantarfasziitis) beim
Läufer: Ätiologie, Prävalenz, Symptomatik, Diagnostik, Therapie
und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Zusammenfassung
Die Plantarfasziitis beziehungsweise Plantarfasziopathie zählt zu den häufigsten
Ursachen plantarer Fersenschmerzen bei Läuferinnen und Läufern. Die Erkrankung
entsteht überwiegend durch repetitive mechanische Überlastung der Plantarfaszie
und betrifft sowohl Freizeit- als auch Leistungssportler. Neuere
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass weniger ein primär entzündlicher als
vielmehr ein degenerativ-dysfunktioneller Prozess vorliegt (Rhim et al., 2021). Die
Prävalenz bei Läufern liegt je nach Population zwischen etwa 5 % und 17 %,
wodurch die Erkrankung zu den bedeutendsten laufassoziierten
Überlastungsschäden zählt (Hamstra-Wright et al., 2021). Risikofaktoren umfassen
Trainingsfehler, hohe Laufumfänge, eingeschränkte Sprunggelenksdorsalflexion,
Adipositas, inadäquates Schuhwerk sowie biomechanische Fehlstellungen. Klinisch
manifestiert sich die Plantarfasziitis typischerweise durch belastungsabhängige
mediale Fersenschmerzen mit ausgeprägtem Anlaufschmerz am Morgen. Die
Diagnostik erfolgt primär klinisch, ergänzt durch bildgebende Verfahren wie
Sonographie oder Magnetresonanztomographie bei unklaren Verläufen.
Therapeutisch stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund, insbesondere
Dehnungsprogramme, exzentrisches Krafttraining, Belastungsmodifikation,
orthopädische Einlagen und physikalische Therapien. Neuere Metaanalysen zeigen
positive Effekte therapeutischer Übungen und extrakorporaler Stoßwellentherapie
(Stachelski et al., 2024). Präventiv sind eine progressive Trainingssteuerung,
geeignete Laufschuhe, Kraft- und Mobilisationstraining sowie die Vermeidung
plötzlicher Belastungssteigerungen entscheidend. Ziel dieses Artikels ist die
wissenschaftliche Darstellung aktueller Erkenntnisse zur Plantarfasziitis beim Läufer
unter besonderer Berücksichtigung aktueller Reviews und Metaanalysen.
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Artikel 6, veröffentlicht am 10.06.2026.
Sonneneinfluss und Sonnenschutz, Luftverschmutzung und Ozon –
Bedeutung und Verhaltensmaßnahmen für Ausdauersportler
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Ausdauersportler sind aufgrund ihrer hohen Atemminutenvolumina, langen
Aufenthaltsdauer im Freien und häufigen Exposition gegenüber Umweltfaktoren
besonders anfällig für die Auswirkungen von Sonneneinstrahlung, ultravioletter
Strahlung (UV-Strahlung), Luftverschmutzung und bodennahem Ozon. Während
regelmäßige körperliche Aktivität mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen
verbunden ist, können Umweltbelastungen die Leistungsfähigkeit, Regeneration und
langfristige Gesundheit negativ beeinflussen. Besonders UV-Strahlung erhöht das
Risiko für Hautkrebs, photoinduzierte Hautalterung und okuläre Schäden.
Gleichzeitig kann intensive Sonnenexposition kurzfristig zur thermischen Belastung
und Dehydrierung beitragen. Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM2.5, PM10),
Stickstoffdioxid (NO2) und bodennahes Ozon (O3) beeinflussen die Atemwege, das
Herz-Kreislauf-System sowie entzündliche und oxidative Prozesse. Ausdauersportler
inhalieren durch erhöhte Ventilation deutlich größere Mengen an Schadstoffen als
ruhende Personen. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Luftverschmutzung
und reduzierter Ausdauerleistung, erhöhter subjektiver Belastung sowie
respiratorischen Beschwerden. Der vorliegende Artikel diskutiert die physiologischen
Grundlagen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praxisrelevante
Verhaltensmaßnahmen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken. Hierzu gehören
die Anpassung von Trainingszeiten, Nutzung von UV- und Luftqualitätsindizes,
geeigneter Sonnenschutz, Trainingssteuerung sowie organisatorische Maßnahmen
im Leistungs- und Breitensport. Ziel ist es, evidenzbasierte Empfehlungen für
Ausdauersportler, Trainer und sportmedizinisches Fachpersonal bereitzustellen.
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Artikel 7, veröffentlicht am 10.06.2026.
Temperaturregulation und Hitzeerkrankungen bei
Ausdauersportlern
Risikofaktoren, Frühwarnsymptome, Therapie und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Thermoregulation ist eine zentrale Voraussetzung für die Gesundheit und
Leistungsfähigkeit von Ausdauersportlern. Bei langandauernder körperlicher
Belastung steigt die metabolische Wärmeproduktion stark an, während hohe
Umgebungstemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung die
Wärmeabgabe erschweren. Daraus können hitzebedingte Erkrankungen entstehen,
deren klinisches Spektrum von Hitzeohnmacht und Sonnenstich über
Hitzeerschöpfung bis zum lebensbedrohlichen exertionalen Hitzschlag reicht.
Aktuelle Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zeigen, dass insbesondere fehlende
Hitzeakklimatisation, Dehydratation, hohe Belastungsintensität, inadäquate
Wettkampfplanung, unzureichende Kühlmöglichkeiten sowie individuelle Faktoren
wie Infekte, Schlafmangel, Vorerkrankungen und bestimmte Medikamente das Risiko
erhöhen (Armstrong et al., 2024; Périard et al., 2021; Racinais et al., 2022).
Frühwarnsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit, Leistungseinbruch,
ungewöhnliche Erschöpfung und Koordinationsstörungen müssen ernst genommen
werden. Neurologische Auffälligkeiten wie Verwirrtheit, Desorientierung oder
Bewusstseinsstörungen sprechen für einen Hitzschlag und erfordern sofortige
notfallmedizinische Behandlung. Die wichtigste therapeutische Maßnahme beim
exertionalen Hitzschlag ist die rasche Ganzkörperkühlung, bevorzugt durch
Kaltwasserimmersion, nach dem Prinzip „cool first, transport second“ (Douma et al.,
2020; Filep et al., 2020). Präventiv sind Hitzeakklimatisation, individuelles
Hydrationsmanagement, Cooling-Strategien, Wettkampfanpassungen und
strukturierte Notfallpläne entscheidend. Für Ausdauersportler gewinnt das Thema
angesichts steigender globaler Temperaturen weiter an Bedeutung.
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Artikel 8, veröffentlicht am 10.06.2026.
Temperaturmanagement zur Vor- und Nachbereitung im Langstreckenlauf: Evidenzbasierte Strategien für Aufwärmen,
Vorkühlung und Cool-down
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Das Temperaturmanagement im Langstreckenlauf stellt einen zentralen
leistungsphysiologischen und präventivmedizinischen Faktor dar. Insbesondere bei
extremen Umgebungsbedingungen beeinflussen thermoregulatorische Maßnahmen
die Ausdauerleistungsfähigkeit, die metabolische Effizienz, die kardiovaskuläre
Belastung sowie das Risiko hitze- oder kältebedingter Komplikationen. Ziel dieses
Artikels ist die systematische Darstellung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse
zu Aufwärmstrategien, Vorkühlung (Precooling), Kühlung während der Belastung
(Percooling) sowie Cool-down-Maßnahmen im Langstreckenlauf. Darüber hinaus
werden evidenzbasierte Empfehlungen in Abhängigkeit von unterschiedlichen
Umgebungstemperaturen formuliert.
Aktuelle Reviews und Metaanalysen zeigen, dass strukturierte Warm-up-Protokolle
insbesondere bei kalten Temperaturen die Muskeltemperatur, die neuromuskuläre
Aktivierung und die Laufökonomie verbessern. Unter heißen Bedingungen hingegen
kann ein zu intensives Aufwärmen die thermische Belastung erhöhen und die
Leistungsfähigkeit reduzieren. Precooling-Strategien wie Eiswesten, kalte Getränke
oder Eis-Slush-Getränke verbessern nachweislich die Ausdauerleistung in warmen
und heißen Umgebungen, indem sie die Kernkörpertemperatur senken und die
Wärmeaufnahme verzögern. Während der Belastung zeigen insbesondere interne
Kühlungsmaßnahmen positive Effekte auf die thermische Wahrnehmung und die
Leistungsfähigkeit. Nach Belastungsende unterstützen aktive und passive Cool-
down-Maßnahmen die Wiederherstellung der Homöostase und reduzieren subjektive
Belastungsempfindungen.
Die Evidenz deutet darauf hin, dass thermoregulatorische Strategien individuell an
Umweltbedingungen, Wettkampfdauer, Trainingszustand und Akklimatisierung
angepasst werden müssen. Für Temperaturen unter 10 °C stehen progressive
Aufwärmmaßnahmen im Vordergrund, während bei Temperaturen über 25 °C
Precooling und Wärmereduktionsstrategien essenziell werden. Die Kombination aus
moderatem Warm-up, Flüssigkeitsmanagement und gezielter Kühlung stellt derzeit
den effektivsten Ansatz dar.
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Artikel 9, veröffentlicht am 10.06.2026.
Macht uns das Wetter krank?
Einflüsse des Wetters auf Gesundheit und Wohlbefinden unter besonderer
Berücksichtigung von Geschlechtsdifferenzen und Wetterfühligkeit
Wetter und klimatische Bedingungen beeinflussen die menschliche Gesundheit auf
vielfältige Weise. Ziel dieses Artikels ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den
Auswirkungen von Wetter auf physische und psychische Gesundheit
zusammenzufassen, insbesondere unter Berücksichtigung von
Geschlechtsdifferenzen und dem Konzept der Wetterfühligkeit. Aktuelle
systematische Reviews und Metaanalysen zeigen konsistent, dass extreme
Temperaturen, insbesondere Hitze, mit erhöhter Mortalität, kardiovaskulären
Erkrankungen und psychischen Belastungen assoziiert sind (Bunker et al., 2019;
Vicedo-Cabrera et al., 2021). Darüber hinaus bestehen Hinweise auf
geschlechtsspezifische Unterschiede in der Vulnerabilität gegenüber klimatischen
Belastungen, die sowohl biologische als auch soziale Ursachen haben (Nolting et al.,
2025; Zavala et al., 2024). Das Konzept der Wetterfühligkeit ist empirisch nur
teilweise belegt, jedoch lassen sich plausible physiologische und psychologische
Mechanismen identifizieren. Insgesamt zeigt sich, dass Wetter nicht direkt krank
macht, jedoch als relevanter Umweltfaktor wirkt, der gesundheitliche Prozesse
moduliert und bestehende Risiken verstärken kann.
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2. Serie unserer wissenschaftlichen Schriften von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold. Die 1. Serie finden Sie unter dem Menüpunkt "Sportwissenschaft"
Artikel 1, veröffentlicht am 30.05.2026.
Bedeutung von Bewegung und Sport für Kinder und Jugendliche:
Eine systematische Betrachtung unter besonderer
Berücksichtigung Deutschlands im internationalen Vergleich
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Hinweis: Der 1. Juni steht ganz im Zeichen der Kinder. Denn weltweit begeht man
dieses Datum auch als den „Internationalen Kindertag“. Ziel dieses Aktionstages ist
es, auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Dabei ist die inhaltliche
Gestaltung des Kindertages international sehr verschieden und reicht von
Kinderfesten bis zu politischen Aktionen. Allen gemeinsam ist aber die Schaffung
eines öffentlichen Bewusstseins und die Durchsetzung von Kinderrechten.
Körperliche Aktivität und Sport sind zentrale Determinanten der körperlichen,
psychischen und kognitiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ziel dieses
Artikels ist es, die Bedeutung von Bewegung evidenzbasiert darzustellen und die
aktuelle Situation in Deutschland im internationalen Kontext einzuordnen. Aktuelle
Reviews und Metaanalysen zeigen konsistent positive Effekte auf Gesundheit,
Wohlbefinden und schulische Leistungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein
Großteil der Jugendlichen weltweit und auch in Deutschland die Empfehlungen der
WHO nicht erfüllt. Deutschland weist im internationalen Vergleich ein mittleres bis
niedriges Aktivitätsniveau auf, trotz relativ guter struktureller Rahmenbedingungen.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen zur
Bewegungsförderung.
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Artikel 2, veröffentlicht am 30.05.2026.
Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ untersucht die Einstellungen,
Sorgen und Zukunftserwartungen junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren.
Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 2.000
Personen und wurde Anfang 2026 durchgeführt. Ziel der Studie ist es,
gesellschaftliche Trends innerhalb der jungen Generation sichtbar zu machen und
Hinweise für Politik, Bildung und Wirtschaft zu geben.
Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Die Jugend gilt als leistungsbereit und
engagiert, gleichzeitig aber als verunsichert, pessimistisch und zunehmend kritisch
gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen.
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Artikel 3, veröffentlicht am 30.05.2026.
Auswirkungen eines regelmäßigen Lauftrainings
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Hinweis: Der erste Mittwoch im Juni (3. Juni 2026) steht seit 2016 weltweit für
den Global Running Day (dt. Welttag des Laufens). Die Initiative für diesen, im
wahrsten Sinne des Wortes, Aktionstag geht auf über 100 verschiedene
internationale Lauforganisationen im Jahre 2016 zurück. Wobei in diesem
Zusammenhang anzumerken ist, dass die Wurzeln dieses Lauftages tatsächlich noch
weiter zurückreichen. Denn die internationale Initiative geht ursprünglich auf den US-
amerikanischen National Running Day zurück, den man in den Vereinigten Staaten
seit 2009 begeht.
Unsere frühen Vorfahren mussten als Jäger und Sammler täglich laufen, um an
Nahrung zu gelangen. So hat uns die Evolution mit dem Körper und der Physiologie
eines Lauftiers ausgestattet. Laufen ist grundsätzlich leicht und die natürliche
Fortbewegung des Menschen. Unsere heutige Zeit jedoch ist gekennzeichnet von
Bewegungsmangel und dessen Folgeerkrankungen.
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Artikel 4, veröffentlicht am 30.05.2026.
UNICEF-Studie zum Kindeswohl 2026
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die UNICEF-„Report Card 20“ ist inhaltlich eine Fortschreibung der 2025 veröffentlichten „Report Card 19“. Dadurch lassen sich Trends und Veränderungen gut vergleichen. Deutschland bleibt insgesamt im unteren Mittelfeld – trotz hoher Wirtschaftsleistung. Die Studie wird dabei noch deutlicher in ihrer Kritik an sozialer Ungleichheit.
Gesamtbewertung Deutschlands 2026
Gesamtrang: Deutschland liegt 2026 auf Platz 25 von 37 wohlhabendenOECD-/EU-Staaten. Spitzenreiter sind die Niederlande, Dänemark und Frankreich.
Länder mit geringerer Wirtschaftskraft schneiden teils besser ab, etwa Rumänien, Ungarn oder die Slowakei.
Damit praktisch keine Verbesserung gegenüber 2025
Deutschland bleibt laut UNICEF „weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“.
Gesamtrang: Deutschland liegt 2026 auf Platz 25 von 37 wohlhabendenOECD-/EU-Staaten. Spitzenreiter sind die Niederlande, Dänemark und Frankreich.
Länder mit geringerer Wirtschaftskraft schneiden teils besser ab, etwa Rumänien, Ungarn oder die Slowakei.
Damit praktisch keine Verbesserung gegenüber 2025
Deutschland bleibt laut UNICEF „weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“.
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Artikel 4a, veröffentlicht am 30.05.2026.
Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Der aktuelle Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks steht unter dem
Schwerpunkt „Chancengerechte Bildung“ und zeigt einen deutlichen
gesellschaftlichen Reformdruck im deutschen Bildungs- und Sozialsystem. Im
Mittelpunkt stehen Bildungsungleichheit, Kinderarmut und die Frage, wie gleiche
Chancen für Kinder unabhängig von Herkunft und Einkommen verbessert werden
können.
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Artikel 5, veröffentlicht am 30.05.2026.
Warum Deutschland die Widerspruchsregelung bei der Organspende braucht
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Seit 1983 begehen wir in Deutschland den ersten Samstag im Juni als
bundesweiten Tag der Organspende (häufig auch: Tag der Organspender). 2026 ist
dies der 6. Juni. Initiiert von Selbsthilfeverbänden, Patientenverbänden zum Thema
Transplantation und Stiftungen möchte dieser Aktionstag das Thema Organspende
ins öffentliche Bewusstsein rücken.
In Deutschland warten tausende schwer kranke Menschen auf ein lebensrettendes
Organ. Für viele von ihnen entscheidet die Verfügbarkeit eines Spenderorgans über
Leben und Tod. Dennoch gehört Deutschland seit Jahren zu den Ländern mit einer
vergleichsweise niedrigen Organspenderrate. Täglich sterben Menschen, weil kein
passendes Organ rechtzeitig gefunden wird. Diese Situation ist nicht nur medizinisch,
sondern auch gesellschaftlich nicht hinnehmbar. Um das Problem wirksam zu lösen,
muss die Organspende-Bereitschaft erhöht werden. Ein entscheidender Schritt dafür
ist die Einführung der sogenannten Widerspruchsregelung.
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