Unser Thema: Faszination Leichtathletik im Nachwuchsbereich
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Unter dem Menüpunkt wurden „Gesundheit – Medizin – Sportwissenschaft“ neu eingefügt. Hintergrund ist es mehr oder weniger wissenschaftlich fundierte Beiträge zu veröffentlichen, die den Leistungssport in einen größeren gesundheitlichen, psychologischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellen. Aktuelle Artikel wie „Gesellschaftliche Bedeutung und Faszination des Sports“, „World Happiness Report 2026“ oder die Ergebnisse des „Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung“ sollen dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu verstehen, unter denen sich junge Sportlerinnen und Sportler heute entwickeln. Für den wissenschaftlichen Bereich, konnte Vorsitzender Michael Lederer Herrn Dr. Dr. med. Lutz Aderhold gewinnen.
Schon jetzt gilt der Dank allen, die Ihr Wissen zur Verfügung stellen, um so eine weitere Möglichkeit der Wissensbeschaffung zu schaffen, von Hessen in die weite Sportwelt zu gelangen.
Foto: ©kjpeters.sports - Klaus Peters -

Wissenschaftliche Beratung
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold / Kelkheim
Reputation:
Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Zahnarzt-Oralchirurgie
Langstreckenläufer
Inhaber zahlreicher internationaler und nationaler Titel und Rekorde
HLV-Preis im Jahr 2000
Fachbuchautor, zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel zu Gesundheit, Medizin, Sportwissenschaft, Gesellschaft, Politik und Philosophie
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3. Serie unserer wissenschaftlichen Schriften von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold. Die 1. und 2. Serie finden Sie unter dem Menüpunkt "Sportwissenschaft"
Artikel 71, veröffentlicht am 19.09.2026.
Weltkrebstag 2026 – Empfehlungen zur Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Seit 2006 steht der 4. Februar als Weltkrebstag (engl. World Cancer Day) ganz imZeichen des Kampfes gegen die tückische Krankheit. Dieser internationaleAktionstag versucht, ein öffentliches Bewusstsein für Vorsorge, Erforschung undnatürlich die Behandlung von Krebserkrankungen zu schaffen, aber natürlich auchdie Betroffenen zu unterstützen. So geht dieser internationale Aktionstag im Kampf
gegen den Krebs auf das Weltgipfeltreffen gegen Krebs (engl. World Summit Against Cancer for the New Millenium) aus dem Februar 2000 zurück. Er wurde in diesem Rahmen als Teil der sogenannten Charter of Paris auf den Weg gebracht.
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Artikel 72, veröffentlicht am 19.09.2026.
Bewegung und Sport zur Prävention und Therapie von
Krebserkrankungen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
1. Warum Bewegung in der Onkologie so wichtig ist
Krebserkrankungen entstehen und verlaufen nicht nur durch genetische Faktoren, sondern werden auch durch Lebensstil, Stoffwechsel, Entzündung, Hormonachsen und Immunsystem
mitgeprägt. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt auf viele dieser Ebenen gleichzeitig: Sie verbessert die Insulinsensitivität, reduziert chronische Entzündung, beeinflusst Sexual- und Stresshormone, unterstützt Immunfunktionen, wirkt dem Verlust von Muskelmasse entgegen und stabilisiert Psyche sowie Schlaf. In der Onkologie hat sich deshalb ein klarer Grundsatz etabliert: Inaktivität vermeiden – Bewegung so früh wie möglich beginnen – Training individuell anpassen (Campbell et al., 2019).
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Artikel 73, veröffentlicht am 19.09.2026.
Gibt es eine Krebsdiät? Neue Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Neue S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“
Mit der neuen S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ liegt erstmals im Leitlinienprogramm Onkologie eine umfassend aktualisierte, interdisziplinär abgestimmte Orientierung vor, wie Ernährung in allen Phasen einer Krebserkrankung sinnvoll eingesetzt wird – von der Früherkennung von Mangelernährung bis zur
enteralen/parenteralen Ernährung. Die Leitlinie setzt dabei einen klaren Schwerpunkt: Nicht „Tumor aushungern“, sondern den Menschen ernähren –also Ernährungsstatus stabilisieren, Therapie besser vertragen und Lebensqualität erhalten.
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Artikel 74, veröffentlicht am 19.09.2026.
Einfluss von Lebensstilfaktoren auf das Demenzrisiko: Bedeutung von Entzündung, Darm-Mikrobiom, Ernährung und körperlicher Aktivität für Prävention und Therapie
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Mit dem Welt-Alzheimertag (WAT – engl. World Alzheimer’s Day) am 21. September rückt der Kalender ein ernstes Thema in den Mittelpunkt. Der 1994 begründete Aktionstag ist dabei der Höhepunkt des internationalen Alzheimer- Monats September und verfolgt das Ziel, auf die Situation der Erkrankten und die Bedeutung der Alzheimer-Forschung aufmerksam zu machen. Benannt ist die nach wie vor als unheilbar eingestufte Krankheit nach dem deutschen Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer (1864–1915). Dieser hatte die Erkrankung erstmals im Jahre 1906 anhand der charakteristischen Veränderungen des Gehirns einer verstorbenen Patientin beschrieben.
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Artikel 75, veröffentlicht am 19.09.2026.
Körperliche Aktivität und Sport bei psychischen und kognitiven
Störungen Teil 1: Psychophysische Wechselwirkungen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist
Das seelische Gleichgewicht ist wichtig für unser körperliches Wohlbefinden. Die gegenseitige Abhängigkeit ist schon lange bekannt. So werden z. B. auf Kinderstationen Klinik- Clowns mit Erfolg für die Gesundung der kleinen Patienten eingesetzt. Sorgen, Ängste und
Stress können zu körperlichen Symptomen führen: „Es ist mir auf den Magen geschlagen.“ „Ihm ist die Galle übergelaufen.“ Ein neueres Forschungsgebiet, die Psychoneuroimmunologie, beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Seele, Nervensystem und Körperabwehr.
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Artikel 66, veröffentlicht am 18.09.2026.
Stressfraktur (Ermüdungsbruch) im Laufsport
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die ersten Ermüdungsbrüche wurden im 19. Jahrhundert bei jungen
Rekruten im Mittelfußbereich vermutet, daher auch die Bezeichnung
„Marschfraktur“. Eine Stressfraktur, auch Ermüdungsbruch genannt, entsteht als Folge einer lang andauernden und sich ständig wiederholenden Belastung des Knochens. Dabei wird im Sinne einer Materialermüdung die Toleranzgrenze des Knochens überschritten. Es handelt sich um eine Störung im Gleichgewicht von sich ständig auf- und abbauendem Knochengewebe. Die Dauerbelastung führt zur Ausbildung eines Risses und schließlich zur Bruchbildung, wobei dieser Knochenbruch selten vollständig ist. Bei Sportlerinnen können auch Störungen des Menstruationszyklus mit verantwortlich sein. Ein niedriger Östrogenspiegel kann zur Verringerung der Knochenmasse (Osteoporose) führen und einen Ermüdungsbruch begünstigen. In den letzten Jahren sind Female Athlete Triad (FAT) und relatives Energiedefizitsyndrom (RED-S) im Sport als relevante Ursachen in
den Vordergrund gerückt. Läuferinnen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, haben ein geringeres Risiko für Stressfrakturen. Die höchsten Inzidenzen finden sich beim weiblichen Geschlecht an der unteren Extremität sowie in Sportarten mit zyklisch wiederkehrenden Belastungsspitzen (Laufen, Turnen, Gymnastik, Tanzen, Ballett.
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Artikel 67, veröffentlicht am 18.09.2026.
Iliotibialbandsyndrom (ITB-Syndrom) beim Läufer: Ätiologie,
Prävalenz, Symptomatik, Diagnostik, Therapie und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Das Iliotibialbandsyndrom (ITB-Syndrom, ITBS) zählt zu den häufigstenlaufassoziierten Überlastungsverletzungen und betrifft insbesondereAusdauerläuferinnen und -läufer. Charakteristisch sind belastungsabhängigeSchmerzen an der lateralen Knieaußenseite infolge repetitiver mechanischerBelastungen. Die Prävalenz liegt je nach Studienpopulation zwischen 1,6 % und 14% aller laufassoziierten Verletzungen (Bonoan & Lowery, 2024; Sanchez-Alvarado etal., 2024). Während früher eine Friktion des Tractus iliotibialis über dem lateralenFemurepikondylus als primäre Ursache angenommen wurde, favorisieren aktuelleUntersuchungen ein Kompressionsmodell mit Reizung hochinnervierter Gewebezwischen IT-Band und Knochen (Bonoan & Lowery, 2024).
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Artikel 68, veröffentlicht am 18.09.2026.
Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints, Medial Tibial Stress
Syndrome) beim Läufer: Ätiologie, Prävalenz, Symptomatik,
Diagnostik, Therapie und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Das Schienbeinkantensyndrom (medial tibial stress syndrome, MTSS) gehört zu den häufigsten belastungsinduzierten Überlastungsverletzungen der unteren Extremität. Besonders betroffen sind Lauf- und Sprungsportarten sowie militärische
Populationen mit hoher repetitiver Belastung. Charakteristisch ist ein diffuserbelastungsabhängiger Schmerz entlang des posteromedialen Tibiarandes. Dieaktuelle wissenschaftliche Evidenz beschreibt MTSS als multifaktoriellesKnochenstresssyndrom, bei dem biomechanische, trainingsbezogene und physiologische Faktoren interagieren.
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Artikel 69, veröffentlicht am 18.09.2026.
Persönlichkeitsmerkmale und Motive von Läufern
Teil 1: Übersicht
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Laufen ist anerkanntermaßen gesund. Wer viel Sport treibt, gilt gemeinhin als bewundernswerter Mensch mit langfristiger Orientierung, Disziplin und Ehrgeiz. Mitwachsender Individualisierung unserer Gesellschaft treten Ziele wie körperliche Attraktivität,
Selbstdarstellung und die Suche nach Risiko und Grenzerlebnissen immer stärker in den Vordergrund (Poppelreuter u. Gross 2000).
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Artikel 70, veröffentlicht am 18.09.2026.
Sportsucht – Laufsucht (running addiction)
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Den Antrieb gewinnt der Sportler aus dem Spannungsverhältnis zwischen den eigenenFähigkeiten und der Herausforderung durch die Aufgabe. Bei übertriebenem Ehrgeiz undmangelnder Selbsteinschätzung kann es allerdings zum Negieren einer existierenden Gefahrkommen. Inzwischen gibt es ja auch immer exotischer anmutende Wettkämpfe mit extremen
Herausforderungen an die Ausdauerleistungsfähigkeit. Wenn der Drang nach demWiedererlangen positiver Emotionen übermächtig wird und körperliche Signale vollständigausgeblendet werden, ist die Grenze zur Sucht allerdings erreicht. Flow-Erleben kann auchSchattenseiten haben. Die Risikowahrnehmung kann gestört und die Gefahr der Selbstüberschätzung erhöht sein. Dann geht es nicht mehr darum, die individuellen
Möglichkeiten durch den Sport auszuloten, sondern den wiederkehrenden rauschartigen Kick zu erleben. Wie in vielen Bereichen, gibt es also auch bei den Langstreckenläufern Grenzgänger.
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Artikel 60, veröffentlicht am 30.08.2026.
Reaktivierung chronischer Virusinfektionen im Verlauf von COVID-19 – Bedeutung für akute Erkrankung und Long COVID: aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Gewidmet: Dr. med. Jürgen Rockenbach
Die Reaktivierung latenter oder chronisch persistierender Virusinfektionen hat sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie als potenziell relevanter Bestandteil der Pathophysiologie schwerer akuter Verläufe und postakuter Syndrome herausgestellt. Im Vordergrund stehen vor allem Herpesviren wie Epstein-Barr-Virus (EBV), Cytomegalovirus (CMV), Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1), Varizella-Zoster-Virus (VZV) und humanes Herpesvirus 6 (HHV-6). Neuere Untersuchungen erweitern dieses Konzept um persistierende Anelloviren. Systematische Reviews und Metaanalysen zeigen, dass Herpesvirus-Reaktivierungen bei hospitalisierten COVID- 19-Patienten häufig auftreten, insbesondere bei schwerer Erkrankung und
intensivmedizinischer Behandlung. Für EBV wurden in Metaanalysen Prävalenzen aktiver Infektion oder Reaktivierung von etwa 40–45 % beschrieben, für HSV etwa 28–38 %, für CMV ungefähr 19–25 % und für VZV etwa 18 %, wobei die Schätzungen durch erhebliche methodische Heterogenität eingeschränkt sind (Banko et al., 2023; Shafiee et al., 2023).
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Artikel 61, veröffentlicht am 30.08.2026.
Kopfschmerzen: Ätiologie, Prävalenz, Symptomatik, Diagnostik und
Therapie – Aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Seit 1999 steht der 5. September bei uns in Deutschland für den
sogenannten Kopfschmerztag bzw. Tag der Kopfschmerzen, mit dem auf eine der häufigsten Gesundheitsbeschwerden und ihre Implikationen aufmerksam gemacht werden soll. Die Initiative für den bundesweiten Kopfschmerztag in Deutschland geht primär auf eine Kooperation des Bundesverbands Deutsche Schmerzhilfe e. V. mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) sowie der Deutschen
Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) zurück.
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Artikel 62, veröffentlicht am 30.08.2026.
Stressmanagement – ein wichtiger Faktor in der heutigen Zeit:
Aktuelle Studienlage zu evidenzbasierten Maßnahmen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Chronischer Stress stellt weltweit ein bedeutendes Gesundheitsproblem dar und ist mit einem erhöhten Risiko für psychische und somatische Erkrankungen assoziiert. Neben Depressionen, Angststörungen und Burnout fördert anhaltender Stress kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlafstörungen, immunologische Dysregulationen und metabolische Veränderungen. Ziel dieses Artikels ist die Darstellung der aktuellen Evidenzlage zu wirksamen Maßnahmen des Stressmanagements auf Basis
systematischer Reviews und Metaanalysen seit 2018. Die Literatur zeigt konsistent positive Effekte insbesondere für achtsamkeitsbasierte Verfahren, körperliche Aktivität, kognitiv-verhaltenstherapeutische Strategien, Schlafmanagement sowie
digitale Interventionen.
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Artikel 63, veröffentlicht am 30.08.2026.
Long-COVID – Wissenschaftlicher Übersichtsartikel
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Begrifflichkeit, Prävalenz, Ätiologie, Diagnostik, Therapie und Abgrenzung zum Post-Vac-Syndrom
Gewidmet: Dr. med. Jürgen Rockenbach
Abstract
Hintergrund:
Long-COVID, auch als Post-COVID-Syndrom oder Post-acute sequelae of SARS-CoV-2 infection (PASC) bezeichnet, beschreibt persistierende oder neu auftretende Symptome nach einer akuten SARS-CoV-2-Infektion. Das Krankheitsbild stellt ein heterogenes, multisystemisches Syndrom dar, das mit einer erheblichen
Einschränkung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit verbunden sein kann. Trotz intensiver Forschung sind Prävalenz, Pathophysiologie und wirksame Therapiestrategien weiterhin nicht vollständig geklärt.
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Artikel 64, veröffentlicht am 30.08.2026.
Was lernen wir aus der COVID-19-Pandemie? Gesundheitliche
Folgen und Empfehlungen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Gewidmet: Dr. med. Jürgen Rockenbach
Die COVID-19-Pandemie stellt eines der bedeutendsten globalen
Gesundheitsereignisse des 21. Jahrhunderts dar. Neben Millionen Todesfällen verursachte sie erhebliche gesundheitliche, psychosoziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen. Die Erkrankung erwies sich früh nicht nur als respiratorische Infektion, sondern als Multisystemerkrankung mit potenziell langfristigen Auswirkungen auf nahezu alle Organsysteme (Han et al., 2022).
Besonders bedeutsam sind die persistierenden Beschwerden nach einer SARS-CoV- 2-Infektion, die unter den Begriffen Long COVID oder Post-COVID-Syndrom zusammengefasst werden. Systematische Reviews und Metaanalysen zeigen häufige Symptome wie Fatigue, Belastungsintoleranz, Dyspnoe, neurokognitive Einschränkungen, Schlafstörungen sowie psychische Beschwerden (Hou et al.,
2025; O’Mahoney et al., 2025; Rahmati et al., 2025).
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Artikel 65, veröffentlicht am 30.08.2026.
STIKO Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung 2026
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Kompakte Zusammenfassung
Die STIKO hebt 2026 die bisherige allgemeine Empfehlung zur COVID-19-Basisimmunität auf. Gesunde Erwachsene benötigen künftig keine empfohleneBasisimpfung mehr, auch nicht gesunde Schwangere oder Frauen im gebärfähigenAlter. Begründung: Über 95 % der Erwachsenen haben inzwischen durch Infektionen und/oder Impfungen eine breite Immunität; schwere Verläufe, Hospitalisierungen und Todesfälle sind seit Pandemiebeginn deutlich zurückgegangen.
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Artikel 55, veröffentlicht am 23.08.2026.
Medizinische Wirkung von Cannabis auf Psyche und Schmerz –
Evidenzlage aus systematischen Reviews und Metaanalysen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Legalisierung von Cannabis war ein zentrales Projekt der Ampelregierung. Sie
erlaubte geringe Mengen und erleichterte die medizinische Verschreibung – obwohl
ein klarer Nutzen nur selten belegt ist.
Die medizinische Verwendung von Cannabis und cannabinoidhaltigen Präparaten
hat in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Parallel zur Legalisierung in
vielen Ländern ist das Interesse an möglichen therapeutischen Effekten bei
chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen und psychischen Störungen
deutlich gestiegen. Cannabinoide wirken primär über das endogene
Cannabinoidsystem, insbesondere über CB1- und CB2-Rezeptoren, die eine wichtige
Rolle bei Schmerzverarbeitung, Emotion, Gedächtnis und Immunfunktion spielen
(Hoch et al., 2024).
Trotz zunehmender klinischer Anwendung ist die wissenschaftliche Evidenz
heterogen. Während einige Studien eine analgetische Wirkung nahelegen, zeigen
systematische Reviews bei psychiatrischen Indikationen häufig nur geringe oder
keine Wirksamkeit. Zudem bestehen relevante Sicherheitsbedenken, insbesondere
hinsichtlich kognitiver Effekte, Abhängigkeit und psychiatrischer Nebenwirkungen
(Black et al., 2019; Zeraatkar et al., 2022).
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Artikel 56, veröffentlicht am 23.08.2026.
Langfristige Auswirkungen des Rauchens, metabolische
Mechanismen und Effekte eines Rauchstopps: Eine evidenzbasierte
Übersicht
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Tabakrauchen stellt weiterhin einen der bedeutendsten vermeidbaren Risikofaktoren für chronische Erkrankungen und vorzeitige Mortalität dar. Neben den etablierten pathophysiologischen Mechanismen wie oxidativem Stress, endothelialer Dysfunktion und chronischer Entzündung gewinnen metabolische Signalwege zunehmend an wissenschaftlicher Bedeutung. Insbesondere die Rolle der AMP-
activated protein kinase wird intensiv untersucht, da Nikotin nachweislich in zentrale regulatorische Prozesse des Energiehaushalts eingreift. Diese Aktivierung ist mit appetithemmenden Effekten und gesteigerter Energieverwertung verbunden, was die häufig beobachtete geringere Körpermasse bei Rauchenden teilweise erklärt. Gleichzeitig führt ein Rauchstopp häufig zu einer Gewichtszunahme, die klinisch relevant ist und die Motivation zur Abstinenz beeinflussen kann. Dennoch zeigen aktuelle Metaanalysen konsistent, dass die gesundheitlichen Vorteile eines Rauchstopps die negativen Effekte einer moderaten Gewichtszunahme deutlich überwiegen. Ziel dieser Arbeit ist es, die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens sowie die metabolischen und klinischen Effekte eines Rauchstopps unter Berücksichtigung aktueller Evidenz und Leitlinien zu analysieren.
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Artikel 57, veröffentlicht am 23.08.2026.
Suchterkrankungen in Deutschland: Prävalenz, volkswirtschaftliche
Bedeutung und evidenzbasierte Präventionsstrategien
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Suchterkrankungen gehören in Deutschland zu den wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Morbidität, Mortalität und gesellschaftliche Folgekosten. Besonders Alkohol- und Tabakkonsum, aber auch Medikamentenabhängigkeit, illegale Drogen sowie Verhaltenssüchte wie Glücksspiel- und Medienabhängigkeit betreffen Millionen Menschen. Nach aktuellen Daten leiden allein etwa 3,9 Millionen Erwachsene in
Deutschland an einer alkoholbezogenen Störung (Manthey & Kilian, 2025). Alkohol und Tabak verursachen jährlich erhebliche gesundheitliche Schäden und hohe volkswirtschaftliche Kosten. Effertz (2020) schätzt die gesamtgesellschaftlichen Kosten des Alkohol- und Tabakkonsums auf viele Milliarden Euro jährlich. Neben substanzgebundenen Süchten gewinnen digitale Verhaltenssüchte zunehmend an Bedeutung.
Der vorliegende Artikel analysiert die epidemiologische Situation
substanzgebundener und substanzungebundener Suchterkrankungen in
Deutschland, diskutiert gesundheitliche und volkswirtschaftliche Folgen und bewertet evidenzbasierte Präventionsstrategien. Besondere Aufmerksamkeit gilt der WHO- Strategie SAFER zur Reduktion alkoholbedingter Schäden (World Health Organization [WHO], 2018). Die wissenschaftliche Evidenz zeigt konsistent, dass verhältnispräventive Maßnahmen wie Steuererhöhungen, Werbebeschränkungen, Verfügbarkeitsreduktionen und Frühinterventionen die höchste Wirksamkeit besitzen. Deutschland weist im internationalen Vergleich weiterhin erhebliche Defizite bei der Umsetzung evidenzbasierter Suchtprävention auf. Eine moderne Suchtpolitik sollte daher stärker wissenschaftsbasiert, Public-Health-orientiert und verhältnispräventiv ausgerichtet werden.
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Artikel 58, veröffentlicht am 23.08.2026.
Aktuelle BKA-Zahlen zu Drogentoten in Deutschland 2025
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Am 7. Juli 2026 wurden die aktuellen, vom Bundeskriminalamt erhobenen Zahlen zu den drogenbedingten Todesfällen des Jahres 2025 veröffentlicht. Danach starben in Deutschland 2.150 Menschen im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen. Die Zahl liegt damit weiterhin auf einem historisch sehr hohen Niveau. Wichtig ist die begriffliche Abgrenzung: Bei den „Drogentoten“ handelt es sich nicht ausschließlich um akute Überdosierungen. Erfasst werden auch Todesfälle infolge langfristigen Drogenkonsums, Unfälle unter Drogeneinfluss, Suizide im Zusammenhang mit Abhängigkeit oder Entzug sowie Todesfälle durch Mischkonsum.
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Artikel 59, veröffentlicht am 23.08.2026.
Bedeutung von Bewegung und Sport zur Prävention und Therapie von Sucherkrankungen: Aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Suchterkrankungen gehören weltweit zu den bedeutendsten Ursachen für Morbidität, Mortalität und soziale Folgekosten. Neben substanzgebundenen Abhängigkeiten wie Alkohol-, Nikotin- oder Drogenabhängigkeit gewinnen Verhaltenssüchte wie Internet-, Gaming- oder Glücksspielsucht zunehmend an Bedeutung. In den vergangenen Jahren wurde körperliche Aktivität verstärkt als ergänzende präventive und therapeutische Maßnahme untersucht. Zahlreiche systematische Reviews und Metaanalysen zeigen, dass Bewegung positive Effekte auf Craving, psychische Komorbiditäten, Stressregulation, Lebensqualität und teilweise auch auf Rückfallraten besitzt. Die zugrunde liegenden Mechanismen umfassen neurobiologische, psychologische und soziale Prozesse. Besonders aerobes Ausdauertraining, kombinierte Trainingsprogramme und gruppenbasierte
Bewegungsinterventionen scheinen wirksam zu sein. Die Evidenzlage ist jedoch durch heterogene Studiendesigns und begrenzte Langzeitdaten eingeschränkt. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Evidenz zu Bewegung und Sport in der Prävention und Therapie von Suchterkrankungen.
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Artikel 49, veröffentlicht am 16.08.2026.
Bedeutung der Kohlenhydrate für Langstreckenläufer im Training
und Wettkampf
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Langstreckenlauf stellt hohe Anforderungen an den menschlichen
Energiestoffwechsel. Während Fettreserven nahezu unbegrenzt vorhanden sind, sind
die Kohlenhydratspeicher des Körpers – vor allem Muskel- und Leberglykogen –
begrenzt. Genau diese Speicher entscheiden jedoch maßgeblich darüber, wie lange
und wie intensiv ein Läufer seine Leistung aufrechterhalten kann. Daher spielen
Kohlenhydrate eine zentrale Rolle sowohl im täglichen Training als auch in der
Wettkampfvorbereitung und während des Rennens selbst. Das Thema Zucker spielt
eine große Rolle in der Diskussion um gesunde Ernährung. Hier geht es aber um die
Bedeutung der Kohlenhydrate als schnell verfügbare Energiequelle des Sportlers.
Dieser Artikel erläutert die physiologische Bedeutung von Kohlenhydraten, ihre
Funktion im Trainingsprozess sowie praktische Strategien für die Ernährung von
Langstreckenläufern.
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Artikel 50, veröffentlicht am 16.08.2026.
Bedeutung der Proteine für Langstreckenläufer im Training und
Wettkampf
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Rolle von Proteinen im Ausdauersport hat in den letzten Jahren zunehmend
wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Während Kohlenhydrate weiterhin als
primärer Energieträger im Langstreckenlauf gelten, zeigen aktuelle Reviews und
Metaanalysen, dass Proteine eine entscheidende Funktion für Trainingsadaptation,
Regeneration und langfristige Leistungsentwicklung besitzen. Insbesondere die
Muskelproteinsynthese, die Reparatur trainingsinduzierter Muskelschäden sowie die
Unterstützung metabolischer Anpassungen sind eng mit einer adäquaten
Proteinzufuhr verknüpft. Systematische Übersichtsarbeiten belegen, dass eine
erhöhte Proteinzufuhr von etwa 1,6–2,0 g/kg Körpermasse pro Tag für
Ausdauerathleten sinnvoll ist und in bestimmten Trainingsphasen sogar darüber
hinausgehen kann (Witard et al., 2025). Direkte leistungssteigernde Effekte sind
jedoch begrenzt und treten vor allem indirekt über verbesserte Regeneration und
Trainingsqualität auf (Zhao et al., 2024). Ziel dieses Artikels ist es, die Bedeutung von
Proteinen für Langstreckenläufer im Training und Wettkampf umfassend darzustellen
und kritisch zu diskutieren.
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Artikel 51, veröffentlicht am 16.08.2026.
Leistungssteigernde Nahrungsergänzung für Läufer
Eine umfassende evidenzbasierte Analyse ergogener Substanzen
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Auf dem Markt finden sich eine ganze Reihe potentiell
leistungsverbessernder Mittel (ergogene Substanzen).
Nahrungsergänzungsmittel werden im Ausdauerlauf häufig eingesetzt,
um leistungsbestimmende Faktoren wie Sauerstoffaufnahme,
Laufökonomie, Ermüdungsresistenz und neuromuskuläre Effizienz zu
verbessern. Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende evidenzbasierte
Bewertung zentraler ergogener Substanzen – insbesondere Koffein,
Nitrat, Kreatin, Taurin und L-Carnitin – unter Einbezug aktueller
systematischer Reviews und Metaanalysen (≥2018). Die Ergebnisse
zeigen, dass Koffein und Nitrat die stärkste Evidenz für
leistungssteigernde Effekte besitzen (Grgic et al., 2020; Senefeld et al.,
2020). Kreatin zeigt differenzierte Vorteile bei intermittierenden
Belastungsprofilen, während Taurin zunehmend als multifunktionales
Supplement mit Effekten auf Ausdauerleistung, Thermoregulation und
Muskelphysiologie betrachtet wird (Waldron et al., 2018; Galloway et al.,
2022). L-Carnitin zeigt trotz theoretischer Plausibilität keine konsistente
Wirksamkeit. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit
einer individualisierten und evidenzbasierten Supplementstrategie im
Laufsport.
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Artikel 52, veröffentlicht am 16.08.2026.
Nahrungsergänzung für Gesunde und Sportler
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
In der heutigen Zeit gibt es zwar viel verfügbares Wissen über eine
gesunde Ernährung, nur es hapert oft an der Umsetzung. Es wird immer
wieder behauptet, dass eine ausgewogene Ernährung unseren
täglichen Bedarf an Vitaminen, Fettsäuren und Mineralstoffen abdecken
würde. Die Nationale Verzehrstudie II hat gezeigt, dass die
bundesdeutsche Durchschnittskost mit energiereichen aber
nährstoffarmen Nahrungsmitteln in großen Teilen der Bevölkerung zu
einer Minderversorgung einzelner Nähstoffe führt. Kritische Nährstoffe
sind nach dieser Studie:
• Vitamin D,
• Folsäure (Vitamin B9),
• Vitamin E,
• Vitamin B12,
• Vitamin C,
• Kalzium,
• Magnesium,
• Zink,
• Eisen und
• Jod.
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Artikel 53, veröffentlicht am 16.08.2026.
Neue US-Ernährungsrichtlinien: Übersicht und kritische Bewertung
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Hier ist eine aktuelle, sachliche Zusammenfassung und kritische Bewertung der neuen
US-Ernährungsrichtlinien (Dietary Guidelines for Americans 2025–2030), die Anfang
Januar 2026 veröffentlicht wurden – inklusive zentraler Inhalte, wissenschaftlicher Einordnung
und Kritik aus Fachkreisen. Die Richtlinien sind für die USA maßgeblich, etwa für staatliche
Schulernährungs- und Gesundheitsprogramme, aber nicht bindend.
Zentrale Aspekte der neuen US-Ernährungsrichtlinien (2025–2030) – Übersicht
„Eat real food“ als Leitbotschaft
Die Botschaft der neuen Guidelines lautet: echte, unverarbeitete Lebensmittel
priorisieren, also Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Vollkorn und gesunde Fette.
Wesentliche Empfehlungen
• Protein stärker betonen:
Erwachsene sollen täglich etwa 1,2–1,6 g Protein pro kg Körpergewicht anstreben
– deutlich mehr als die bisherige 0,8 g-Empfehlung.
• Voll- und nährstoffreiche Lebensmittel bevorzugen:
Gemüse, Obst, Nüsse, Samen und tierische Produkte stehen im Fokus.
• Reduktion von Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln:
Zugesetzter Zucker soll möglichst minimal sein; hochverarbeitete Produkte werden
ausdrücklich zu meiden empfohlen.
• Alkoholkonsum breit adressieren:
Statt klarer Obergrenzen wird allgemein dazu geraten, weniger Alkohol zu
konsumieren, insbesondere für gefährdete Gruppen.
• Gesunde Fette:
Auch tierische Fette wie Butter oder Rindertalg werden stärker positiv erwähnt, neben
ungesättigten Fetten aus Oliven oder Avocados.
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Artikel 54, veröffentlicht am 16.08.2026.
Nicht-nutritive Süßstoffe und Gesundheit – Eine kritische
Bewertung metabolischer, kardiovaskulärer und mikrobieller Effekte
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Nicht-nutritive Süßstoffe (NNS) werden als Alternative zu Zucker eingesetzt, um
Kalorienaufnahme und metabolische Risiken zu reduzieren. Während regulatorische
Behörden ihre Sicherheit innerhalb der akzeptablen täglichen Aufnahmemengen
bestätigen, bleibt die Evidenz zu langfristigen gesundheitlichen Effekten
uneinheitlich. Systematische Reviews und Metaanalysen seit 2018 zeigen, dass NNS
kurzfristig weitgehend neutral auf Glukosestoffwechsel und Körpergewicht wirken,
während Beobachtungsstudien teils mit erhöhten kardiovaskulären Risiken assoziiert
sind (Toews et al., 2019; Debras et al., 2022). Zudem weisen neuere Arbeiten auf
mögliche Interaktionen mit dem Darmmikrobiom hin (Suez et al., 2022). Insgesamt
ergibt sich ein differenziertes Bild: NNS sind wahrscheinlich sicher bei moderatem
Konsum, jedoch ist ihr gesundheitlicher Nutzen begrenzt und potenzielle
Langzeiteffekte bleiben unklar.
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Artikel 44, veröffentlicht am 12.08.2026.
Mitochondriale Dysfunktion: Bedeutung für Gesundheit und Sport
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Mitochondriale Dysfunktion beschreibt eine Beeinträchtigung zentraler Funktionen
der Mitochondrien, insbesondere der oxidativen Phosphorylierung, der Redox-
Homöostase sowie der zellulären Signaltransduktion. Sie stellt kein eigenständiges
Krankheitsbild dar, sondern ein übergeordnetes pathophysiologisches Konzept, das
in einer Vielzahl chronischer Erkrankungen sowie unter physiologischen
Belastungsbedingungen, etwa im Leistungssport, eine entscheidende Rolle spielt.
Aktuelle Forschung zeigt, dass mitochondriale Dysfunktion sowohl Ursache als auch
Folge metabolischer, entzündlicher und degenerativer Prozesse sein kann.
Gleichzeitig ist sie ein zentraler Determinant der körperlichen Leistungsfähigkeit,
insbesondere im Ausdauerbereich. Ziel dieses Artikels ist es, den aktuellen Stand der
Forschung zur mitochondrialen Dysfunktion darzustellen, ihre Bedeutung für
Gesundheit und Sport zu analysieren und therapeutische sowie präventive Ansätze
kritisch zu diskutieren.
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Artikel 45, veröffentlicht am 12.08.2026.
Regenerative Maßnahmen für Langstreckenläufer
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Kein Mensch ist in der Lage, ständig Höchstleistungen zu erbringen. Es gibt keinen
linearen Zusammenhang zwischen mehr Training und verbesserter
Wettkampfleistung. In Abständen braucht jeder Erholungsphasen, denn
Regenerationszeiten und -maßnahmen sind unverzichtbarer Teil eines effektiven
Trainings-, Gesundheits- und Wettkampfprogramms. „Kilometerfresser“ schwächen
das Immunsystem, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Überlastungsschäden und
man schöpft sein mögliches Leistungspotenzial nicht aus. Ein Prinzip des
regelmäßigen Trainings ist, dass die erneute Belastung bei noch unvollständiger
Erholung erfolgt. Der Trainingsreiz zwingt den Organismus zur Anpassung. Dabei
haben intensive Laufbelastungen deutlich längere Regenerationszeiten als extensive
Einheiten.
Im Langstreckenlauf finden saisonbedingt viele Wettkämpfe in relativ kurzen
Zeitabständen statt. Solange Sie kein bestimmtes Leistungsziel verfolgen, können
Sie – bei entsprechender Tempogestaltung – jedes Wochenende einen Marathon-
oder Ultralauf absolvieren. Im Leistungsbereich sollte aber zwischen zwei langen
Wettkämpfen ein Abstand von zwei Monaten eingehalten werden. Anderenfalls ist
eine Wiederherstellung aller Strukturen und Systeme sowie eine seriöse
Vorbereitung nicht gegeben. Der Grat zwischen Leistungsgewinn und Übertraining ist
im Leistungssport schmal.
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Artikel 46, veröffentlicht am 12.08.2026.
Regeneration durch Muskelentspannung, Atemtechnik und
Meditation
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Diese Methode wurde von dem englischen Arzt Dr. Edward Jacobson in den 20er
Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt. Er stellte fest, dass sich Muskeln nur
dann richtig entspannen, wenn sie vorher willentlich angespannt wurden. Durch
Mitbeteiligung des vegetativen Nervensystems kommt es gleichzeitig zu einer
geistigen Entspannung. Der Vorteil der Methode ist, dass sie einfach zu erlernen ist.
Es ist eine rein körperliche Methode, im Gegensatz zum Autogenen Training, das mit
geistigen Vorstellungen arbeitet.
Die Progressive Muskelentspannung hilft bei körperlichen Beschwerden, die durch
Stresssituationen entstehen, wie
• Kopfschmerzen und Migräne,
• Angst und Verspannungen,
• Bluthochdruck,
• Magen-Darm-Beschwerden sowie
• Schlafstörungen.
Viele Krankenkassen und Sportvereine bieten Kurse in Progressiver
Muskelentspannung an. Es ist auch möglich, diese Methode mit Hilfe eines Buches
zu erlernen.
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Artikel 47, veröffentlicht am 12.08.2026.
Regenerative Maßnahmen für Ausdauersportler: Aktuelle
Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Den 15. August feiern die USA seit 1985 als ihren nationalen Tag der
Erholung (engl. National Relaxtion Day). Herunterfahren, durchatmen und
entspannen. So ungefähr dürfte sich die Kernaussage dieses kuriosen Feiertages
wohl am besten zusammenfassen lassen.
Regenerative Maßnahmen besitzen im Ausdauersport eine zentrale Bedeutung, da
physiologische Anpassungen primär während der Erholungsphase stattfinden. Ziel
der Regeneration sind die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit, die Reduktion
neuromuskulärer Ermüdung, die Reparatur trainingsinduzierter Mikrotraumata sowie
die Prävention von Überlastungsschäden und Übertraining. Die aktuelle Evidenz
zeigt, dass insbesondere Schlaf, Ernährung, Rehydratation, aktive Regeneration,
Kälteanwendungen und Kompressionsmaßnahmen eine wissenschaftliche
Grundlage besitzen. Die höchste Evidenz besteht für ausreichenden Schlaf sowie
eine adäquate Kohlenhydrat- und Proteinversorgung. Kälteanwendungen reduzieren
Muskelkater und subjektive Ermüdung, könnten jedoch langfristig bestimmte
Trainingsadaptationen abschwächen. Passive Verfahren wie Massage,
Faszienbehandlung oder Recovery-Gadgets zeigen meist stärkere Effekte auf
subjektive Erholung als auf objektive Leistungsparameter. Die aktuelle Literatur
betont zunehmend die Bedeutung individualisierter und periodisierter
Regenerationsstrategien, die Trainingsbelastung, Wettkampfdichte,
Umweltbedingungen, Alter, Geschlecht und psychische Belastung berücksichtigen.
Insgesamt erscheint die Kombination evidenzbasierter Maßnahmen sinnvoller als die
isolierte Anwendung einzelner Recovery-Methoden.
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Artikel 48, veröffentlicht am 12.08.2026.
Sauna und Dampfbad für Wohlbefinden und Regeneration –
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Wenn es draußen kalt, stürmisch und ungemütlich ist steigt auch das
Erkältungsrisiko. Bewegung und Sport an der frischen Luft stärken das
Immunsystem. Zusätzlich kann man gerade in der kalten Jahreszeit durch
Saunabäder Infektionskrankheiten vorbeugen. Saunabesuche
• regulieren das vegetative Nervensystem,
• beugen Infektionskrankheiten vor,
• machen müde und fördern das Einschlafen,
• haben eine entspannende Wirkung und
• bieten gerade in der kalten Jahreszeit die Möglichkeit, Wärme zu tanken.
Mit Sauna können Sie sich nach einer stressigen Arbeits- oder Trainingswoche
erholen. In der kalten Jahreszeit können Sie getrost einmal pro Woche einen
Saunabesuch einplanen. Ein leistungssteigernder Effekt ist durch Saunagänge nicht
zu erwarten, die Regeneration wird aber gefördert und die Leistung stabilisiert. Die
Wirkung der Sauna setzt den Muskeltonus herab und verändert aufgrund der
Schweißverlsute das körperliche Gleichgewicht. Direkt vor einem Training oder
Wettkampf sollte man nicht in die Sauna gehen.
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Artikel 38, veröffentlicht am 04.08.2026.
Burnout- und Übertrainingssyndrom im Sport: Ätiologie,
Diagnostik, Therapie und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Das Burnout-Syndrom und das Übertrainingssyndrom (OTS) gehören zu den
bedeutendsten Belastungsfolgen chronischer Stress- und Trainingsüberforderung im
Leistungs- und Gesundheitssport. Beide Phänomene sind durch komplexe
biopsychosoziale Mechanismen gekennzeichnet und stehen in enger
Wechselwirkung mit Trainingsbelastung, Erholung, psychosozialem Stress und
individuellen Vulnerabilitätsfaktoren. In den letzten Jahren hat die Forschung
verstärkt gezeigt, dass sowohl Burnout als auch Übertraining nicht nur die
Leistungsfähigkeit, sondern auch die langfristige körperliche und psychische
Gesundheit von Athletinnen und Athleten beeinflussen können (Fiala et al., 2025;
Woods et al., 2022).
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Artikel 39, veröffentlicht am 04.08.2026.
Depressive Störungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Depressive Störungen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen
Erkrankungen und stellen eine erhebliche Belastung für die öffentliche Gesundheit
dar. Nach Angaben der World Health Organization zählen Depressionen zu den
führenden Ursachen für krankheitsbedingte Einschränkungen der Lebensqualität und
Arbeitsfähigkeit. Neben psychosozialen Faktoren rücken in den letzten Jahren
zunehmend biologische Mechanismen wie neuroinflammatorische Prozesse,
Veränderungen des Darmmikrobioms sowie stressinduzierte neuroendokrine
Dysregulationen in den Fokus der Forschung (Miller & Raison, 2018; Malhi & Mann,
2018).
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Artikel 41, veröffentlicht am 04.08.2026.
Angststörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und
betreffen auch sportlich aktive Personen sowie Leistungsathleten. Während
körperliche Aktivität grundsätzlich protektiv auf die psychische Gesundheit wirkt,
können sportartspezifische Belastungen wie Leistungsdruck, Übertraining,
Verletzungen und Karriereunsicherheit das Risiko für Angststörungen erhöhen. In
den letzten Jahren hat sich das Verständnis der Ätiologie erweitert und umfasst
neben psychologischen und genetischen Faktoren auch neuroimmunologische
Mechanismen, insbesondere Entzündungsprozesse sowie Veränderungen des
Darmmikrobioms. Ziel dieses narrativen Reviews ist es, aktuelle Erkenntnisse zu
Prävalenz, Ursachen, Diagnostik und Therapie von Angststörungen unter besonderer
Berücksichtigung sportspezifischer Aspekte zusammenzufassen. Dabei werden
aktuelle Reviews und Metaanalysen seit 2018 berücksichtigt. Die Literatur zeigt, dass
Angststörungen bei Sportlern ähnlich häufig oder teilweise häufiger auftreten als in
der Allgemeinbevölkerung. Entzündungsprozesse und die Darm-Hirn-Achse stellen
wichtige biologische Mechanismen dar, die durch Trainingsbelastung beeinflusst
werden können. Die Diagnostik sollte sportpsychologische Besonderheiten
berücksichtigen, und die Therapie sollte multimodal erfolgen und
psychotherapeutische, medizinische sowie trainingsbezogene Maßnahmen
kombinieren. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann zur Prävention
und Behandlung von Angststörungen im Sport beitragen.
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Artikel 42, veröffentlicht am 04.08.2026.
ADHS unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten
neuroentwicklungsbedingten Störungen des Kindes- und Erwachsenenalters und
zeichnet sich durch die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und
Impulsivität aus (Faraone et al., 2021; Cortese et al., 2018). Neuere
Übersichtsarbeiten zeigen, dass ADHS nicht nur eine psychiatrische Störung ist,
sondern mit komplexen neurobiologischen, immunologischen und metabolischen
Veränderungen einhergeht, die auch körperliche Leistungsfähigkeit, Regeneration
und Stressverarbeitung beeinflussen können (Chaulagain et al., 2023; Lewis et al.,
2025).
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Artikel 43, veröffentlicht am 04.08.2026.
Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Essstörungen stellen im Leistungssport und im ambitionierten Breitensport ein
relevantes gesundheitliches Problem dar. Zahlreiche Studien zeigen eine erhöhte
Prävalenz von gestörtem Essverhalten und klinischen Essstörungen bei Sportlern im
Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, insbesondere in Sportarten mit
Gewichtsklassen, ästhetischer Bewertung oder hoher Ausdauerbelastung. Ziel dieses
Artikels ist eine wissenschaftliche Übersicht über Prävalenz, Ätiologie, Diagnostik
und Therapie von Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten unter
besonderer Berücksichtigung aktueller Reviews und Metaanalysen. Zudem werden
praxisorientierte Hinweise für Sportler, Trainer und medizinisches Personal
abgeleitet. Neben klassischen Essstörungen spielt im Sport insbesondere das
Konzept der Low Energy Availability und des Relative Energy Deficiency in Sport
(RED-S) eine zentrale Rolle. Eine frühzeitige Diagnostik sowie ein interdisziplinärer
Therapieansatz sind entscheidend, um gesundheitliche Schäden und
Leistungseinbußen zu vermeiden.
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Artikel 34, veröffentlicht am 29.07.2026.
DAK-Studie: Zusammenhalt und Zusammenleben in Deutschland
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
1. Hintergrund der Studie
Die Studie wird von der DAK-Gesundheit in Auftrag gegeben und meist vom
Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt.
• Stichprobe: ca. 1.000 Personen (repräsentativ)
• Thema: Wahrnehmung von Zusammenhalt und Zusammenleben („soziales
Miteinander“)
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Artikel 35, veröffentlicht am 29..07.2026.
Freundschaft als Gesundheitsressource – Die Bedeutung von
Freundschaft und des Internationalen Tages der Freundschaft (30.
Juli): Aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Freundschaft gehört zu den zentralen sozialen Determinanten der Gesundheit und
gewinnt angesichts des demografischen Wandels, der zunehmenden Einsamkeit
sowie der wachsenden psychischen Belastungen in modernen Gesellschaften
zunehmend an gesundheitspolitischer Bedeutung. Während klassische
Präventionsstrategien vor allem Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung oder
Tabakkonsum adressieren, verdeutlicht die aktuelle Evidenz, dass auch die Qualität
sozialer Beziehungen einen substantiellen Einfluss auf Morbidität, Mortalität und
gesundes Altern besitzt. Freundschaften stellen dabei eine besondere Form
freiwilliger sozialer Beziehungen dar, die sich von familiären Bindungen durch
Gegenseitigkeit, emotionale Nähe, Vertrauen und selbstbestimmte Aufrechterhaltung
unterscheiden. Sie fördern soziale Unterstützung, Resilienz und psychosoziales
Wohlbefinden und wirken gleichzeitig als Puffer gegenüber chronischem Stress.
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Artikel 36, veröffentlicht am 29..07.2026.
Bedeutung von Sport für die Inklusion in unserer Gesellschaft
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Sport besitzt eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung für soziale Teilhabe,
Integration und Inklusion. Besonders Menschen mit Behinderungen,
Migrationshintergrund, sozialer Benachteiligung oder psychischen Erkrankungen
profitieren von gemeinschaftlicher sportlicher Aktivität. Ziel dieses Beitrags ist die
Darstellung der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz zur Bedeutung des Sports für
Inklusion und sozialen Zusammenhalt unter besonderer Berücksichtigung aktueller
Reviews und Metaanalysen seit 2018. Die Literatur zeigt konsistent, dass Sport
soziale Netzwerke fördern, Zugehörigkeitsgefühle stärken, Vorurteile reduzieren und
psychische Gesundheit verbessern kann (Oblak et al., 2023; Eather et al., 2023).
Gleichzeitig wird deutlich, dass Sport nicht automatisch inklusiv wirkt.
Exklusionsmechanismen, ökonomische Barrieren, Leistungsdruck und
Diskriminierung können Teilhabe erheblich einschränken (Moustakas & Robrade,
2022). Besonders erfolgreich erscheinen niedrigschwellige, partizipative und
langfristig angelegte Programme mit qualifizierter pädagogischer Begleitung (El
Ferdioui et al., 2026). Für nachhaltige Inklusion sind barrierefreie Infrastruktur,
inklusive Vereinskulturen, politische Unterstützung und wissenschaftliche
Evaluationen erforderlich. Sport kann damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen
Kohäsion leisten, sofern Inklusion aktiv gestaltet wird.
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