Unser Thema: Faszination Leichtathletik im Nachwuchsbereich

Unter dem Menüpunkt wurden „Gesundheit – Medizin – Sportwissenschaft“ neu eingefügt. Hintergrund ist es mehr oder weniger wissenschaftlich fundierte Beiträge zu veröffentlichen, die den Leistungssport in einen größeren gesundheitlichen, psychologischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellen. Aktuelle Artikel wie „Gesellschaftliche Bedeutung und Faszination des Sports“, „World Happiness Report 2026“ oder die Ergebnisse des „Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung“ sollen dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu verstehen, unter denen sich junge Sportlerinnen und Sportler heute entwickeln. Für den wissenschaftlichen Bereich, konnte Vorsitzender Michael Lederer Herrn Dr. Dr. med. Lutz Aderhold gewinnen.
Schon jetzt gilt der Dank allen, die Ihr Wissen zur Verfügung stellen, um so eine weitere Möglichkeit der Wissensbeschaffung zu schaffen, von Hessen in die weite Sportwelt zu gelangen.
Foto: ©kjpeters.sports - Klaus Peters -
-------------------------------------------------------------------------

Wissenschaftliche Beratung
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold / Kelkheim
Reputation:
Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Zahnarzt-Oralchirurgie
Langstreckenläufer
Inhaber zahlreicher internationaler und nationaler Titel und Rekorde
HLV-Preis im Jahr 2000
Fachbuchautor, zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel zu Gesundheit, Medizin, Sportwissenschaft, Gesellschaft, Politik und Philosophie
===================================================================
3. Serie unserer wissenschaftlichen Schriften von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold. Die 1. und 2. Serie finden Sie unter dem Menüpunkt "Sportwissenschaft"
Artikel 38, veröffentlicht am 04.08.2026.
Burnout- und Übertrainingssyndrom im Sport: Ätiologie,
Diagnostik, Therapie und Prävention
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Das Burnout-Syndrom und das Übertrainingssyndrom (OTS) gehören zu den
bedeutendsten Belastungsfolgen chronischer Stress- und Trainingsüberforderung im
Leistungs- und Gesundheitssport. Beide Phänomene sind durch komplexe
biopsychosoziale Mechanismen gekennzeichnet und stehen in enger
Wechselwirkung mit Trainingsbelastung, Erholung, psychosozialem Stress und
individuellen Vulnerabilitätsfaktoren. In den letzten Jahren hat die Forschung
verstärkt gezeigt, dass sowohl Burnout als auch Übertraining nicht nur die
Leistungsfähigkeit, sondern auch die langfristige körperliche und psychische
Gesundheit von Athletinnen und Athleten beeinflussen können (Fiala et al., 2025;
Woods et al., 2022).
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 39, veröffentlicht am 04.08.2026.
Depressive Störungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Depressive Störungen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen
Erkrankungen und stellen eine erhebliche Belastung für die öffentliche Gesundheit
dar. Nach Angaben der World Health Organization zählen Depressionen zu den
führenden Ursachen für krankheitsbedingte Einschränkungen der Lebensqualität und
Arbeitsfähigkeit. Neben psychosozialen Faktoren rücken in den letzten Jahren
zunehmend biologische Mechanismen wie neuroinflammatorische Prozesse,
Veränderungen des Darmmikrobioms sowie stressinduzierte neuroendokrine
Dysregulationen in den Fokus der Forschung (Miller & Raison, 2018; Malhi & Mann,
2018).
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 41, veröffentlicht am 04.08.2026.
Angststörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und
betreffen auch sportlich aktive Personen sowie Leistungsathleten. Während
körperliche Aktivität grundsätzlich protektiv auf die psychische Gesundheit wirkt,
können sportartspezifische Belastungen wie Leistungsdruck, Übertraining,
Verletzungen und Karriereunsicherheit das Risiko für Angststörungen erhöhen. In
den letzten Jahren hat sich das Verständnis der Ätiologie erweitert und umfasst
neben psychologischen und genetischen Faktoren auch neuroimmunologische
Mechanismen, insbesondere Entzündungsprozesse sowie Veränderungen des
Darmmikrobioms. Ziel dieses narrativen Reviews ist es, aktuelle Erkenntnisse zu
Prävalenz, Ursachen, Diagnostik und Therapie von Angststörungen unter besonderer
Berücksichtigung sportspezifischer Aspekte zusammenzufassen. Dabei werden
aktuelle Reviews und Metaanalysen seit 2018 berücksichtigt. Die Literatur zeigt, dass
Angststörungen bei Sportlern ähnlich häufig oder teilweise häufiger auftreten als in
der Allgemeinbevölkerung. Entzündungsprozesse und die Darm-Hirn-Achse stellen
wichtige biologische Mechanismen dar, die durch Trainingsbelastung beeinflusst
werden können. Die Diagnostik sollte sportpsychologische Besonderheiten
berücksichtigen, und die Therapie sollte multimodal erfolgen und
psychotherapeutische, medizinische sowie trainingsbezogene Maßnahmen
kombinieren. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann zur Prävention
und Behandlung von Angststörungen im Sport beitragen.
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 42, veröffentlicht am 04.08.2026.
ADHS unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten
neuroentwicklungsbedingten Störungen des Kindes- und Erwachsenenalters und
zeichnet sich durch die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und
Impulsivität aus (Faraone et al., 2021; Cortese et al., 2018). Neuere
Übersichtsarbeiten zeigen, dass ADHS nicht nur eine psychiatrische Störung ist,
sondern mit komplexen neurobiologischen, immunologischen und metabolischen
Veränderungen einhergeht, die auch körperliche Leistungsfähigkeit, Regeneration
und Stressverarbeitung beeinflussen können (Chaulagain et al., 2023; Lewis et al.,
2025).
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 43, veröffentlicht am 04.08.2026.
Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Essstörungen stellen im Leistungssport und im ambitionierten Breitensport ein
relevantes gesundheitliches Problem dar. Zahlreiche Studien zeigen eine erhöhte
Prävalenz von gestörtem Essverhalten und klinischen Essstörungen bei Sportlern im
Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, insbesondere in Sportarten mit
Gewichtsklassen, ästhetischer Bewertung oder hoher Ausdauerbelastung. Ziel dieses
Artikels ist eine wissenschaftliche Übersicht über Prävalenz, Ätiologie, Diagnostik
und Therapie von Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten unter
besonderer Berücksichtigung aktueller Reviews und Metaanalysen. Zudem werden
praxisorientierte Hinweise für Sportler, Trainer und medizinisches Personal
abgeleitet. Neben klassischen Essstörungen spielt im Sport insbesondere das
Konzept der Low Energy Availability und des Relative Energy Deficiency in Sport
(RED-S) eine zentrale Rolle. Eine frühzeitige Diagnostik sowie ein interdisziplinärer
Therapieansatz sind entscheidend, um gesundheitliche Schäden und
Leistungseinbußen zu vermeiden.
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 34, veröffentlicht am 29.07.2026.
DAK-Studie: Zusammenhalt und Zusammenleben in Deutschland
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
1. Hintergrund der Studie
Die Studie wird von der DAK-Gesundheit in Auftrag gegeben und meist vom
Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt.
• Stichprobe: ca. 1.000 Personen (repräsentativ)
• Thema: Wahrnehmung von Zusammenhalt und Zusammenleben („soziales
Miteinander“)
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 35, veröffentlicht am 29..07.2026.
Freundschaft als Gesundheitsressource – Die Bedeutung von
Freundschaft und des Internationalen Tages der Freundschaft (30.
Juli): Aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Freundschaft gehört zu den zentralen sozialen Determinanten der Gesundheit und
gewinnt angesichts des demografischen Wandels, der zunehmenden Einsamkeit
sowie der wachsenden psychischen Belastungen in modernen Gesellschaften
zunehmend an gesundheitspolitischer Bedeutung. Während klassische
Präventionsstrategien vor allem Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung oder
Tabakkonsum adressieren, verdeutlicht die aktuelle Evidenz, dass auch die Qualität
sozialer Beziehungen einen substantiellen Einfluss auf Morbidität, Mortalität und
gesundes Altern besitzt. Freundschaften stellen dabei eine besondere Form
freiwilliger sozialer Beziehungen dar, die sich von familiären Bindungen durch
Gegenseitigkeit, emotionale Nähe, Vertrauen und selbstbestimmte Aufrechterhaltung
unterscheiden. Sie fördern soziale Unterstützung, Resilienz und psychosoziales
Wohlbefinden und wirken gleichzeitig als Puffer gegenüber chronischem Stress.
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 36, veröffentlicht am 29..07.2026.
Bedeutung von Sport für die Inklusion in unserer Gesellschaft
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Sport besitzt eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung für soziale Teilhabe,
Integration und Inklusion. Besonders Menschen mit Behinderungen,
Migrationshintergrund, sozialer Benachteiligung oder psychischen Erkrankungen
profitieren von gemeinschaftlicher sportlicher Aktivität. Ziel dieses Beitrags ist die
Darstellung der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz zur Bedeutung des Sports für
Inklusion und sozialen Zusammenhalt unter besonderer Berücksichtigung aktueller
Reviews und Metaanalysen seit 2018. Die Literatur zeigt konsistent, dass Sport
soziale Netzwerke fördern, Zugehörigkeitsgefühle stärken, Vorurteile reduzieren und
psychische Gesundheit verbessern kann (Oblak et al., 2023; Eather et al., 2023).
Gleichzeitig wird deutlich, dass Sport nicht automatisch inklusiv wirkt.
Exklusionsmechanismen, ökonomische Barrieren, Leistungsdruck und
Diskriminierung können Teilhabe erheblich einschränken (Moustakas & Robrade,
2022). Besonders erfolgreich erscheinen niedrigschwellige, partizipative und
langfristig angelegte Programme mit qualifizierter pädagogischer Begleitung (El
Ferdioui et al., 2026). Für nachhaltige Inklusion sind barrierefreie Infrastruktur,
inklusive Vereinskulturen, politische Unterstützung und wissenschaftliche
Evaluationen erforderlich. Sport kann damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen
Kohäsion leisten, sofern Inklusion aktiv gestaltet wird.
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------
Artikel 37, veröffentlicht am 29..07.2026.
Nachwuchsförderung in der Leichtathletik: Aktuelle Situation und
notwendige Änderungen – Aktuelle Studienlage und Evidenz
Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Die Förderung des leichtathletischen Nachwuchses stellt eine zentrale
Voraussetzung für die langfristige internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
dar. Gleichzeitig erfüllt sie wichtige gesundheits-, bildungs- und
gesellschaftspolitische Aufgaben, da die Leichtathletik mit ihren
Grundbewegungsformen Laufen, Springen und Werfen die Basis zahlreicher weiterer
Sportarten bildet. Trotz eines gut ausgebauten Systems aus Vereinen,
Landesverbänden, Bundesstützpunkten, Eliteschulen des Sports und
sportwissenschaftlicher Betreuung steht die deutsche Nachwuchsförderung vor
erheblichen Herausforderungen. Hierzu zählen der demografische Wandel,
rückläufige motorische Kompetenzen vieler Kinder und Jugendlicher, zunehmender
Bewegungsmangel, veränderte schulische Rahmenbedingungen, ein Mangel an
qualifizierten Trainerinnen und Trainern sowie eine weiterhin teilweise zu starke
Orientierung an kurzfristigen Wettkampferfolgen (DLV, 2024; Bergeron et al., 2024).
Die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zeigt übereinstimmend, dass sportliches
Talent nicht als angeborene und unveränderliche Eigenschaft verstanden werden
kann, sondern als Ergebnis eines langfristigen, dynamischen und multidimensionalen
Entwicklungsprozesses. Frühe Wettkampferfolge besitzen nur eine begrenzte
Aussagekraft für spätere internationale Spitzenleistungen. Stattdessen sprechen
aktuelle systematische Reviews und Metaanalysen für langfristige
Talententwicklungsmodelle, eine vielseitige motorische Ausbildung im Kindesalter, die
Berücksichtigung biologischer Reifungsprozesse sowie eine hohe Qualität der
Trainerarbeit (Barth et al., 2024; Güllich & Barth, 2024; Zhao et al., 2024).
Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zur
Nachwuchsförderung in der Leichtathletik zusammenzufassen, die Situation in
Deutschland kritisch zu analysieren und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für
Vereine, Landesverbände, den Deutschen Leichtathletik-Verband sowie
sportpolitische Entscheidungsträger abzuleiten.
........lesen Sie hier mehr........
-------------------------------------------------------------------------