Unser Thema: Faszination Leichtathletik im Nachwuchsbereich

Adrian Flieder, ©kjpeters.sports - Klaus Peters - kjp@kjpeters-photo.de

Unter dem Menüpunkt wurden „Gesundheit – Medizin – Sportwissenschaft“ neu eingefügt. Hintergrund ist es mehr oder weniger wissenschaftlich fundierte Beiträge zu veröffentlichen, die den Leistungssport in einen größeren gesundheitlichen, psychologischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellen. Aktuelle Artikel wie „Gesellschaftliche Bedeutung und Faszination des Sports“, „World Happiness Report 2026“ oder die Ergebnisse des „Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung“ sollen dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu verstehen, unter denen sich junge Sportlerinnen und Sportler heute entwickeln. Für den wissenschaftlichen Bereich, konnte Vorsitzender Michael Lederer Herrn Dr. Dr. med. Lutz Aderhold gewinnen.

Schon jetzt gilt der Dank allen, die Ihr Wissen zur Verfügung stellen, um so eine weitere Möglichkeit der Wissensbeschaffung zu schaffen, von Hessen in die weite Sportwelt zu gelangen.

Foto: ©kjpeters.sports - Klaus Peters -

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Wissenschaftliche Beratung

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold / Kelkheim

 

 

Reputation:

  • Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Zahnarzt-Oralchirurgie

  • Langstreckenläufer

  • Inhaber zahlreicher internationaler und nationaler Titel und Rekorde

  • HLV-Preis im Jahr 2000

  • Fachbuchautor, zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel zu Gesundheit, Medizin, Sportwissenschaft, Gesellschaft, Politik und Philosophie

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3. Serie unserer wissenschaftlichen Schriften von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold. Die 1. und 2. Serie finden Sie unter dem Menüpunkt "Sportwissenschaft"

 

Artikel 38, veröffentlicht am 04.08.2026.

 

Burnout- und Übertrainingssyndrom im Sport: Ätiologie,

Diagnostik, Therapie und Prävention

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Das Burnout-Syndrom und das Übertrainingssyndrom (OTS) gehören zu den

bedeutendsten Belastungsfolgen chronischer Stress- und Trainingsüberforderung im

Leistungs- und Gesundheitssport. Beide Phänomene sind durch komplexe

biopsychosoziale Mechanismen gekennzeichnet und stehen in enger

Wechselwirkung mit Trainingsbelastung, Erholung, psychosozialem Stress und

individuellen Vulnerabilitätsfaktoren. In den letzten Jahren hat die Forschung

verstärkt gezeigt, dass sowohl Burnout als auch Übertraining nicht nur die

Leistungsfähigkeit, sondern auch die langfristige körperliche und psychische

Gesundheit von Athletinnen und Athleten beeinflussen können (Fiala et al., 2025;

Woods et al., 2022).

 

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Artikel 39, veröffentlicht am 04.08.2026.

 

Depressive Störungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Depressive Störungen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen

Erkrankungen und stellen eine erhebliche Belastung für die öffentliche Gesundheit

dar. Nach Angaben der World Health Organization zählen Depressionen zu den

führenden Ursachen für krankheitsbedingte Einschränkungen der Lebensqualität und

Arbeitsfähigkeit. Neben psychosozialen Faktoren rücken in den letzten Jahren

zunehmend biologische Mechanismen wie neuroinflammatorische Prozesse,

Veränderungen des Darmmikrobioms sowie stressinduzierte neuroendokrine

Dysregulationen in den Fokus der Forschung (Miller & Raison, 2018; Malhi & Mann,

2018).

 

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Artikel 41, veröffentlicht am 04.08.2026.

 

Angststörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und

betreffen auch sportlich aktive Personen sowie Leistungsathleten. Während

körperliche Aktivität grundsätzlich protektiv auf die psychische Gesundheit wirkt,

können sportartspezifische Belastungen wie Leistungsdruck, Übertraining,

Verletzungen und Karriereunsicherheit das Risiko für Angststörungen erhöhen. In

den letzten Jahren hat sich das Verständnis der Ätiologie erweitert und umfasst

neben psychologischen und genetischen Faktoren auch neuroimmunologische

Mechanismen, insbesondere Entzündungsprozesse sowie Veränderungen des

Darmmikrobioms. Ziel dieses narrativen Reviews ist es, aktuelle Erkenntnisse zu

Prävalenz, Ursachen, Diagnostik und Therapie von Angststörungen unter besonderer

Berücksichtigung sportspezifischer Aspekte zusammenzufassen. Dabei werden

aktuelle Reviews und Metaanalysen seit 2018 berücksichtigt. Die Literatur zeigt, dass

Angststörungen bei Sportlern ähnlich häufig oder teilweise häufiger auftreten als in

der Allgemeinbevölkerung. Entzündungsprozesse und die Darm-Hirn-Achse stellen

wichtige biologische Mechanismen dar, die durch Trainingsbelastung beeinflusst

werden können. Die Diagnostik sollte sportpsychologische Besonderheiten

berücksichtigen, und die Therapie sollte multimodal erfolgen und

psychotherapeutische, medizinische sowie trainingsbezogene Maßnahmen

kombinieren. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann zur Prävention

und Behandlung von Angststörungen im Sport beitragen.

 

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Artikel 42, veröffentlicht am 04.08.2026.

 

ADHS unter sportspezifischen Gesichtspunkten

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten

neuroentwicklungsbedingten Störungen des Kindes- und Erwachsenenalters und

zeichnet sich durch die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und

Impulsivität aus (Faraone et al., 2021; Cortese et al., 2018). Neuere

Übersichtsarbeiten zeigen, dass ADHS nicht nur eine psychiatrische Störung ist,

sondern mit komplexen neurobiologischen, immunologischen und metabolischen

Veränderungen einhergeht, die auch körperliche Leistungsfähigkeit, Regeneration

und Stressverarbeitung beeinflussen können (Chaulagain et al., 2023; Lewis et al.,

2025).

 

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Artikel 43, veröffentlicht am 04.08.2026.

 

Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Essstörungen stellen im Leistungssport und im ambitionierten Breitensport ein

relevantes gesundheitliches Problem dar. Zahlreiche Studien zeigen eine erhöhte

Prävalenz von gestörtem Essverhalten und klinischen Essstörungen bei Sportlern im

Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, insbesondere in Sportarten mit

Gewichtsklassen, ästhetischer Bewertung oder hoher Ausdauerbelastung. Ziel dieses

Artikels ist eine wissenschaftliche Übersicht über Prävalenz, Ätiologie, Diagnostik

und Therapie von Essstörungen unter sportspezifischen Gesichtspunkten unter

besonderer Berücksichtigung aktueller Reviews und Metaanalysen. Zudem werden

praxisorientierte Hinweise für Sportler, Trainer und medizinisches Personal

abgeleitet. Neben klassischen Essstörungen spielt im Sport insbesondere das

Konzept der Low Energy Availability und des Relative Energy Deficiency in Sport

(RED-S) eine zentrale Rolle. Eine frühzeitige Diagnostik sowie ein interdisziplinärer

Therapieansatz sind entscheidend, um gesundheitliche Schäden und

Leistungseinbußen zu vermeiden.

 

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Artikel 34, veröffentlicht am 29.07.2026.

 

DAK-Studie: Zusammenhalt und Zusammenleben in Deutschland

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

1. Hintergrund der Studie

Die Studie wird von der DAK-Gesundheit in Auftrag gegeben und meist vom

Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt.

• Stichprobe: ca. 1.000 Personen (repräsentativ)

• Thema: Wahrnehmung von Zusammenhalt und Zusammenleben („soziales

Miteinander“)

 

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Artikel 35, veröffentlicht am 29..07.2026.

 

Freundschaft als Gesundheitsressource – Die Bedeutung von

Freundschaft und des Internationalen Tages der Freundschaft (30.

Juli): Aktuelle Studienlage und Evidenz

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Freundschaft gehört zu den zentralen sozialen Determinanten der Gesundheit und

gewinnt angesichts des demografischen Wandels, der zunehmenden Einsamkeit

sowie der wachsenden psychischen Belastungen in modernen Gesellschaften

zunehmend an gesundheitspolitischer Bedeutung. Während klassische

Präventionsstrategien vor allem Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung oder

Tabakkonsum adressieren, verdeutlicht die aktuelle Evidenz, dass auch die Qualität

sozialer Beziehungen einen substantiellen Einfluss auf Morbidität, Mortalität und

gesundes Altern besitzt. Freundschaften stellen dabei eine besondere Form

freiwilliger sozialer Beziehungen dar, die sich von familiären Bindungen durch

Gegenseitigkeit, emotionale Nähe, Vertrauen und selbstbestimmte Aufrechterhaltung

unterscheiden. Sie fördern soziale Unterstützung, Resilienz und psychosoziales

Wohlbefinden und wirken gleichzeitig als Puffer gegenüber chronischem Stress.

 

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Artikel 36, veröffentlicht am 29..07.2026.

 

Bedeutung von Sport für die Inklusion in unserer Gesellschaft

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Sport besitzt eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung für soziale Teilhabe,

Integration und Inklusion. Besonders Menschen mit Behinderungen,

Migrationshintergrund, sozialer Benachteiligung oder psychischen Erkrankungen

profitieren von gemeinschaftlicher sportlicher Aktivität. Ziel dieses Beitrags ist die

Darstellung der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz zur Bedeutung des Sports für

Inklusion und sozialen Zusammenhalt unter besonderer Berücksichtigung aktueller

Reviews und Metaanalysen seit 2018. Die Literatur zeigt konsistent, dass Sport

soziale Netzwerke fördern, Zugehörigkeitsgefühle stärken, Vorurteile reduzieren und

psychische Gesundheit verbessern kann (Oblak et al., 2023; Eather et al., 2023).

Gleichzeitig wird deutlich, dass Sport nicht automatisch inklusiv wirkt.

Exklusionsmechanismen, ökonomische Barrieren, Leistungsdruck und

Diskriminierung können Teilhabe erheblich einschränken (Moustakas & Robrade,

2022). Besonders erfolgreich erscheinen niedrigschwellige, partizipative und

langfristig angelegte Programme mit qualifizierter pädagogischer Begleitung (El

Ferdioui et al., 2026). Für nachhaltige Inklusion sind barrierefreie Infrastruktur,

inklusive Vereinskulturen, politische Unterstützung und wissenschaftliche

Evaluationen erforderlich. Sport kann damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen

Kohäsion leisten, sofern Inklusion aktiv gestaltet wird.

 

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Artikel 37, veröffentlicht am 29..07.2026.

 

Nachwuchsförderung in der Leichtathletik: Aktuelle Situation und

notwendige Änderungen – Aktuelle Studienlage und Evidenz

 

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

 

Die Förderung des leichtathletischen Nachwuchses stellt eine zentrale

Voraussetzung für die langfristige internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

dar. Gleichzeitig erfüllt sie wichtige gesundheits-, bildungs- und

gesellschaftspolitische Aufgaben, da die Leichtathletik mit ihren

Grundbewegungsformen Laufen, Springen und Werfen die Basis zahlreicher weiterer

Sportarten bildet. Trotz eines gut ausgebauten Systems aus Vereinen,

Landesverbänden, Bundesstützpunkten, Eliteschulen des Sports und

sportwissenschaftlicher Betreuung steht die deutsche Nachwuchsförderung vor

erheblichen Herausforderungen. Hierzu zählen der demografische Wandel,

rückläufige motorische Kompetenzen vieler Kinder und Jugendlicher, zunehmender

Bewegungsmangel, veränderte schulische Rahmenbedingungen, ein Mangel an

qualifizierten Trainerinnen und Trainern sowie eine weiterhin teilweise zu starke

Orientierung an kurzfristigen Wettkampferfolgen (DLV, 2024; Bergeron et al., 2024).

Die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zeigt übereinstimmend, dass sportliches

Talent nicht als angeborene und unveränderliche Eigenschaft verstanden werden

kann, sondern als Ergebnis eines langfristigen, dynamischen und multidimensionalen

Entwicklungsprozesses. Frühe Wettkampferfolge besitzen nur eine begrenzte

Aussagekraft für spätere internationale Spitzenleistungen. Stattdessen sprechen

aktuelle systematische Reviews und Metaanalysen für langfristige

Talententwicklungsmodelle, eine vielseitige motorische Ausbildung im Kindesalter, die

Berücksichtigung biologischer Reifungsprozesse sowie eine hohe Qualität der

Trainerarbeit (Barth et al., 2024; Güllich & Barth, 2024; Zhao et al., 2024).

Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zur

Nachwuchsförderung in der Leichtathletik zusammenzufassen, die Situation in

Deutschland kritisch zu analysieren und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für

Vereine, Landesverbände, den Deutschen Leichtathletik-Verband sowie

sportpolitische Entscheidungsträger abzuleiten.

 

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