DTU nominiert Prof. Dr. Martin Engelhardt für Amt des DOSB-Präsidenten

Präsidium und Landesverbände stehen einstimmig hinter ihrem Präsidenten – Engelhardt: „Ich möchte dem deutschen Sport ein Angebot machen, in dem sich seine Vielfalt wiederfindet“
 

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat heute gemeinsam mit weiteren Mitgliedsverbänden des DOSB den Wahlvorschlag für Prof. Dr. Martin Engelhardt als Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eingereicht. Am vergangenen Wochenende hatten das Präsidium und die Landesverbände der DTU ihrem amtierenden Präsidenten einstimmig die volle Unterstützung für eine Kandidatur ausgesprochen. Die Wahl findet am 5. Dezember 2026 auf der Mitgliederversammlung des DOSB in Frankfurt am Main statt.

Martin Engelhardt ist seit 50 Jahren im organisierten Sport ehrenamtlich tätig – vom Schwimmverein über die Landesverbandsebene bis zur Spitze eines olympischen Spitzenverbands. Die DTU führte er bereits von 1987 bis 2001 und erneut seit 2011, seit 2024 ist er Vizepräsident des DOSB. Seit dem Jahr 2000 ist er Vorstandsvorsitzender des Trägervereins der Wissenschaftsinstitute des deutschen Sports, IAT Leipzig und FES Berlin. Bei den Olympischen Spielen 2004 und 2008 betreute er die deutsche Mannschaft als Leitender Orthopäde. Seine Tätigkeit als Chefarzt am Klinikum Osnabrück endet am 31. März 2027; danach steht er dem DOSB ohne berufliche Verpflichtungen zur Verfügung.

Simon Weißenfels, Vizepräsident Leistungssport der DTU: „Wir haben im Präsidium der DTU einstimmig beschlossen, unseren Präsidenten für das Amt des DOSB-Präsidenten zu nominieren. Wir sind der Überzeugung, dass er mit seiner langjährigen Erfahrung als Verbandspräsident in der jetzigen Phase einen wichtigen Beitrag für den deutschen Sport leisten kann. Seine Kernkompetenzen in Gesundheit und Prävention sowie im Leistungssport haben, gepaart mit seinen Führungsqualitäten, unseren Verband geprägt und ihm national wie international große Anerkennung eingebracht.“

Burkhard Schmidt, Präsident des Nordrhein-Westfälischen Triathlonverbandes und Sprecher der DTU Landesverbände: „Die Landesverbände der DTU unterstützen ausdrücklich die Nominierung von Prof. Dr. Martin Engelhardt. Wir haben Martin in all den Jahren als nahbaren Teamplayer erlebt, der für Transparenz und Integrität steht. Er hat den Verband auch in kritischen Situationen mit ruhiger Hand geführt und immer wieder als Einheit gestärkt. Seine Erfahrung auf Vereins-, Landesverbands- und Dachverbandsebene hat stets zu gegenseitigem Verständnis und lösungsorientiertem Handeln beigetragen.“

Prof. Dr. Martin Engelhardt: „Der große Zuspruch aus den Gremien meines Verbandes freut und berührt mich sehr. Mit dieser Unterstützung bin ich gleichermaßen demütig und motiviert, mich um das Amt des DOSB-Präsidenten zu bewerben. Ich kenne den Sport vom Verein bis zum Weltverband, aus der Leistungssportforschung und von zwei Olympischen Spielen an der Seite unserer Athletinnen und Athleten. Ab April 2027 kann ich dem DOSB meine ganze Kraft widmen – ohne berufliche Verpflichtungen und ohne geschäftliche Interessen im Sport.

Ich möchte dem deutschen Sport ein Angebot machen, in dem sich seine Vielfalt wiederfindet: mit einem Sportplan für Deutschland, den wir gemeinsam mit der Politik umsetzen, und mit dem Ziel, die großen nationalen und internationalen Aufgaben geschlossen und erfolgreich anzugehen. Entscheiden werden die Mitglieder.“

Zur Person
Prof. Dr. med. Martin Engelhardt (66) ist Orthopäde, Unfallchirurg und Sportmediziner. Er war von 2012 bis 2024 Ärztlicher Direktor des Klinikums Osnabrück und leitet dort seit 2008 die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie. Von 1996 bis 2000 gehörte er dem Executive Board des Triathlon-Weltverbands ITU an, von 1998 bis 2006 dem Bundesvorstand Leistungssport des Deutschen Sportbundes und von 2006 bis 2020 derMedizinischen Expertenkommission des DOSB. Von 2000 bis 2006 war er Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS).

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold: „Ich kenne Martin Engelhardt seit über 30 Jahren als Sportler, Kollegen, aber vor allem als Freund und schätze insbesondere die gegenseitige Unterstützung, die wir immer gepflegt haben. Diese langjährige Verbindung begründet meinen tiefen Respekt vor seinem Wissen, seiner Kompetenz und seinem unermüdlichen Engagement auch in dem gemeinsamen Einsatz für mehr Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in unserem Land.“  

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 22. Oktober 2026

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